Eine Stunde vor Beginn der Generalversammlung konnten diejenigen, die sich noch etwas zwischen die Kiemen zu schieben brauchten, im Restaurant Frieden in Hemmental essen. Danach wurde die neue Saison 2012/2013 traditionsgemäss mit der Generalversammlung eröffnet. An der Generalversammlung im Jahr 1991 sowie 1993 hatten wir je 23 anwesende Mitglieder, im Jahr 1990 und 1994 hatte es 21 anwesende Mitglieder. 20 Mitglieder waren anwesend, was ein Rekord. Wie üblich wurden bei der Rangverkündigung an gewisse Mitglieder MCH-Gläser verteilt sowie bekannt gegeben, wer am meisten Punkte und somit den Pokal verdient hat. Wir wünschen angenehme Unterhaltung beim Fahrwartbericht!
Nachmittagstour Surbtal, unteres Aaretal vom 1. Mai 2012
Das Motto der 1. Mai-Demo in Zürich lautete: "Für unsere Rechte eine gerade Linke". Wir hatten jedoch andere Sorgen: Unsere 170 Kilometer Tour verteilt auf drei Fahrstunden im Trockenen hinter uns zu bringen. Der Wetterbericht verhiess nichts Gutes! Wir wussten, dass wir nass werden würden. Aber siehe da; den ganzen Tag gab es keinen Regen! Die Eröffnungstour war in den Aargau geplant – das wussten aber nur der Organisator sowie dessen Frau, die für die Routenwahl verantwortlich zeichnete. Die Route führte uns via Flaach – Rorbas – Oberglatt – Niederweningen – Lengnau – Siggenthal Station – Oberhofen – Leuggern – Bad Zurzach – Hallauerberg. Der Präsident meinte am Ende der Tour, dass er nicht mitgekommen wäre, hätte er gewusst, dass es ins Aargau ginge; aber auch, dass er nicht gedacht hätte, dass es im Rüebliland derart viele Kurven gibt…
Spalierstehen Kerstin und Peti vom 19. Mai 2012
Am 19. Mai 2012 fand die Trauung von Kerstin und Peter in der Kirche Buchberg-Rüdlingen statt. Wir wurden eingeladen mit der Bitte, das Apéro-Buffet aufzubauen und zu betreuen. So fuhren Nadja, Harry und ich mit dem Auto; André, Mario, Christoph und Ronit, Jürg, Marcel und Cäcilia Vogel mit dem Töff zur Kirche. Während das Brautpaar und die Gäste in der Kirche weilten, bauten wir in windeseile die Tische auf, stellten diverse Getränke und die angelieferten Fleisch- und Käseplatten bereit. Es blieb sogar noch Zeit, in die Kirche zu schleichen und das Ja-Wort mitzuhören. Nun wurde es aber Zeit, draussen die Töffs in Position zu bringen und die Gläser zu füllen. Als das Brautpaar zur Kirche herauskam, wurden sie mit lautem Motorengeheul und Hupen empfangen. Sichtlich gerührt nahmen Herr und Frau Cibien die herzlichen Glückwünsche der zahlreich erschienenen Freunde und Bekannten entgegen. Fleissig wurde fotografiert!
Kerstin und Peter eröffneten nun das wunderschöne und sehr reichhaltige Buffet und alle Anwesenden erhoben das Glas mit den besten Glückwünschen für das Brautpaar. Zwischendurch konnten wir Kerstin und Peter unser Hochzeitsgeschenk überreichen, na ja, auf ihrer Hochzeitsanzeige haben Sie klar und deutlich ausgedrückt, dass Kohle, Knete, Asche und Mäuse gewünscht seien. So durften Sie gemeinsam an der Schnur ziehen, wo das Gewünschte zum Vorschein kam. Zum Glück hatte es am Schnurrende doch noch einen Gutschein für ein feines Nachtessen und einer Flasche Wein. Der MCH wünscht alles Gute und "en Guete". Langsam leerte sich das Buffet und die Hochzeitsgesellschaft stieg in den Car ein und wir verstauten die restlichen Speisen, Getränke und Blumen im Car. Es war ein sehr schöner Nachmittag; herzlichen Dank an Kerstin und Peter.
Pfingsttour I-Stresa vom 26. bis 28. Juni 2012
Die diesjährige Pfingsttour führte uns nach Stresa am Lago di Maggiore in Italien, wo wir auf der Rückfahrt von den Sommerferien in der Toscana 2011 schon einmal übernachtet hatten.
Nach dem letztjährigen Reinfall mit dem Hotel waren wir gespannt was uns diesmal erwarten wird. Nach dem ich wieder unzählige Telefonate ohne Erfolg mit diversen Hotels führte, habe ich es zum ersten Mal über ein Internetportal versucht. Zu meinem Erstaunen ging alles sehr einfach und erst noch billiger als wenn man direkt im Hotel gebucht hätte.
Mit elf Teilnehmern kam eine beachtliche Anzahl zusammen, die an den Lago Maggiore wollten. Am Samstagmorgen um 8:00 Uhr starteten wir beim Schützenhaus auf der Breite mit sieben Motorrädern Richtung Süden. Gemäss den aktuellsten Verkehrsprognosen waren wir nicht die Einzigen, die in den Süden wollten, denn am Gotthard wurde bereits ein Stau von sechs Kilometer gemeldet. So versuchten wir unsere Route möglichst staufrei zu gestalten. Da der Verkehr bei Effretikon Richtung Zürich schon sehr gross war, fuhren wir über Fehraltorf und Hinwil nach Rapperswil. Weiter ging es über den Seedamm nach Pfäffikon Biberbrugg über den Sattel nach Seewen und auf der Axenstrasse nach Flüelen. Nach einem Kaffee- und Tankstopp entschied ich, ein kleines Stück über die Autobahn Richtung Gotthard zu fahren. Kaum richtig auf der Autobahn standen wir auch schon nach Erstfeld im Stau. Mit einer Ampel wurde hier der Verkehr zurückbehalten, dass es in Göschenen nicht so viele Kilometer gab. Nach zehn Minuten, die sich wie eine halbe Stunde anfühlten, konnten wir endlich wieder weiterfahren. Kaum richtig in Fahrt staute es vor Gurtnellen schon wieder. Diese zwei bis drei Kilometer schlängelten wir uns zwischen den Autos hindurch bis zur Ausfahrt. Endlich auf der Kantonsstrasse ging’s in flottem Tempo die Schöllenen hinauf bis nach Andermatt, weiter über den Oberalppass nach Disentis und über den Lukmanier-Pass ins Tessin hinunter bis nach Olivone, wo wir in einem uns bestens bekannten Restaurant einkehrten. Nach einem guten Mittagessen setzten wir unsere Fahrt Richtung Süden fort. In Biasca nahmen wir bis Giubiasca die Autobahn und die Kantonsstrasse bis Ascona. Nun kam noch der Höhepunkt: Wir standen vor dem Centovalli und schon flitzten wir über die engen kurvigen Strassen durch die Schluchten an den Felswänden vorbei bis nach Malesco. Hier zweigten wir nach Cannobio ab, wo die Strassen auch nicht breiter wurden. Von Cannobio aus folgten wir dem Lago Maggiore ca. 40 Kilometer in sehr dichten Verkehr, den wir sehr geschickt zu überholen wussten, bis nach Stresa. Um ca. 17:00 Uhr trafen alle im Hotel Boston ein und bezogen unsere Zimmer. Bei schönem warmem Wetter sind wir am Abend in ein typisches, einheimisches Restaurant zum Nachtessen gegangen. Wenn man in Italien ist, muss man danach noch in eine Gelateria, um ein feines Eis zu verspeisen. Und auch ein Besuch in einer uns schon bekannten Bar lag noch drin, bevor wir schlafen gingen.
Am Sonntagmorgen nach einem reichhaltigen Frühstück trennten wir uns. Sachsen-Michi, Karl, Karin, Marcel und Cecilia gingen mit dem Schiff zum Markt nach Canobbio. Eddie, Teri, Christoph, Ronit, Mario, Michael und ich fuhren über die Autostrasse nach Crevoladossola etwas nördlicher von Domodossola. Wir folgten dem Val Antigório Richtung Norden. Für uns war es das Tal der Wasserfälle: Von allen Seiten stürzten Wasserfälle zu Tale. Ungefähr in der Mitte des 30 Kilometer langen Tales machten wir einen Kaffeehalt, bevor wir den Rest in Angriff nahmen und uns zuhinterst im Tal ein wundervoller Wasserfall – der Cascata del Toce – erwartete. Von hier aus fuhren wir noch ein paar Kilometer, bis die Strasse endete. Von diesem Punkt aus war die Schweiz nur gerade 5 km von uns entfernt. Nach einem guten Mittagessen im nächsten Restaurant fuhren wir wieder zurück bis nach Piedimulera, wo Christoph und Ronit Richtung Stresa fuhren. Wir anderen bogen rechts ins Valle Anzasca ein und fuhren wiederum 30 km ins Tal hinein. Leider war es bewölkt, so konnten wir die umliegenden hohen Berge nicht sehen, denn auf der anderen Seite ist Saas Fee. Wir gönnten uns noch eine kleine Stärkung, bevor wir wieder zurück fuhren. Auf halbem Weg begann es zu regnen, sodass wir uns ins Regenkombi zwängten. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, wäre dies gar nicht nötig gewesen. Am Abend trafen wir uns wie vereinbart in einem Restaurant am grossen Platz und konnten uns wieder die Bäuche mit feiner italienischer Kost füllen.
Auch das Frühstück am Montagmorgen war wieder sehr gut, sodass wir uns gestärkt auf den Rückweg machen konnten. Karl, Karin. Marcel, Cecilia und Michi wählten die Route am Lago Maggiore entlang nach Ascona. Wir anderen fuhren bis nach Domodossola, um durch das Centovalli nach Ascona zu fahren. Zu unserem Erstaunen hatte es sehr wenig Verkehr, sodass wir das wundervolle Tal mit unseren Töffs voll geniessen konnten. In Bellinzona Süd an der Autobahnraststätte trafen wir uns wieder und gemeinsam fuhren wir die Kantonsstrasse hinauf zum Gotthardpass. Leider war die Tremola noch gesperrt. In Göschenen genossen wir auf einer Sonnenterrasse das Mittagessen. Nun folgten wir der Kantonsstrasse bis nach Altdorf, hier trennten wir uns von Karl, Karin, Marcel, Cecilia und Michi, die auf direktem Weg weiter fuhren. Wir hatten noch den letzten Pass auf unserer Tour vor uns. Den Klausenpass hatten wir schon lange nicht mehr befahren, leider ist auf Urnerseite der halbe Weg mit Überholverboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen belegt, sodass es nicht mehr das Fahrvergnügen von früher war. Die letzten Kilometer fuhren wir noch über die Schnellstrassen und Autobahnen nach Hause. Und so ging wieder mal eine sehr schöne Pfingsttour ohne Zwischenfall zu Ende und auch das Hotel war in Ordnung. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Pfingsten.
Tagestour Jura vom 24. Juni 2012
Sonntagmorgen, 24.06.2012 auf dem Programm steht die Kurvenhatz in den Jura; Treffpunkt: Shell-Tanke in Eglisau
Es trafen sich: Elvira, Dino, André, Michael, Cello, Peter, Kerstin und sogar Mario mit seiner Nebelmaschine ging mit auf grosse Tour. Michael gab ein strenges Zeitfenster vor, schliesslich musste er noch am Abend arbeiten. Peters Antwort: Es wird so eingerichtet dass es passt. Nach dem sich der Nebel aus Marios Höllenmaschine verzogen hatte, sind wir dem Rhein entlang nach Zurzach gefahren. Weiter übern Berg nach Untersiggental am Paul-Scherrer-Institut vorbei nach Villigen, dann wieder übern Berg den Rebberg Hottwil runter. Möntal, Effingen über Densbüren hoch auf die Staffelegg. Im selbigen Restaurant haben wir einen Kaffeehalt gemacht. Die Wirtsleute, total überrumpelt von der Töffmeute, gaben sich aber Mühe, unsere Gelüste zu befriedigen. Nun konnten wir uns wieder in den Sattel schwingen. Es ging weiter übers Benkerjoch, Kienberg rauf auf die Saalhöhe, Gitziberg, Flueberg, Bad Ramsach runter nach Eptingen. Mittlerweile macht sich der Kaffee bemerkbar, was heisst: Pinkelpause und gleich noch die schöne Aussicht geniessen auf dem Chilchzimmersattel. Dass sich helle Begeisterung über die schöne kurvenreiche Strecke breit machte, habe ich mit Freude zur Kenntnis genommen. Nicht mehr allzu weit und wir konnten uns ein schmackhaftes, leckeres Mittagessen im Bergrestaurant Matzendörfer-Stierenberg am Scheltenpass munden lassen. Gestärkt ging es die staubige Schotterpiste zurück auf die Passstrasse. Den Tankstopp in Delémont nutzten dann Michael und Mario, um sich zu verabschieden. Dass Michael zeitiger von Dannen ziehen musste war klar - aber Mario??? Ich glaube er hatte einfach nicht genügend Öl dabei zum Verbrennen. Jedenfalls Hochachtung an der gebotenen Leistung seines Mopeds, wir mussten nie warten. Vollgetankt lockten nun endlich die Strassen im Jura. Les rangiers war als nächstes dran. In der Nähe der berühmten Autobahnbrücke Les grippons stoppten wir kurz. "Wir befanden uns nun auf der schnellsten Bergrennpiste Europas." In dieser ansteigenden Kurve unter der Brücke wurde Tempo 263 km/h von Marcel Steiner gefahren. Genauere Info auf Youtube (www.youtube.com/watch?v=1xblf4xVw_k). Langsam aber sicher kamen wir dem eigentlichen Tagesziel Chasseral näher. Noch ein paar Traktoren-Nostalgiker in Windeseile überholt und schon waren wir auf der Passhöhe. Eine phänomenale Weitsicht erwartete uns. Um 16 Uhr begrüsste uns die spielende "HUDIGÄGELERKAPELLE", die uns einen schnellen Zvieri-Verzehr bescherte. Nach dieser äusserst hastigen Mahlzeit ermahnte mich André, bloss keine Umwege mehr zu fahren; auch er müsse um 19 Uhr zu Hause sein. Also dann auf schnellsten Weg nach Olten über Trimbach, wo jeden Donnerstag im Isebähnli der grösste Motorradtreffpunkt der Schweiz stattfindet. Weiter übern Hauenstein, querdurch und schon waren wir wieder in Koblenz an der Tanke, kurz vor 19 Uhr, Zeitfaktor fast nicht überschritten. Verabschiedung mit individueller Heimfahrt. Peti und Kerstin waren um 20 Uhr zu Hause, der Arsch tat weh, 500 Km gerissen, 5 Hinterpneus geschlissen. (Mann), habe ich gut geschlafen...
Abendtour Bodensee vom 20. Juli 2012
Der Tag begann so wunderschön wie die ganze letzte Woche. Ab 17 Uhr zogen die ersten dunklen Wolken auf und gegen 18 Uhr begann es leicht zu regnen. Da klingelte das Telefon und Sachsen-Michi erkundigte sich nach der Lage. Danach rief Ronit an – beiden sagte ich, dass wir mal zum Schützenhaus fahren, um zu sehen was passiert. Kurz vor 19 Uhr meldete sich Christoph, der mir mitteilte, dass sie beide auch kommen würden. Als wir losfuhren regnete es schon kräftiger – je näher wir dem Schützenhaus kamen, desto stärker schien der Regen zu werden. Zusammen warteten wir 15 Minuten und beratschlagten, was zu tun sei. Zuerst wollten wir ins Schützenhaus was Trinken, doch mit den ganzen Töffklamotten schien uns das zu umständlich. Christoph schlug vor, nach Hemmental zu fahren und bei sich noch etwas zu trinken. Gesagt getan stiegen wir auf unsere tropfnassen Rösser und düsten los. Nicht genug damit, dass die Tour ins Wasser fiel, nun führte auch noch Christoph die kleine Gruppe an. Als wir die Töffkleider ausgezogen hatten und gemütlich vor dem Kamin im umgebauten Heim von Ronit und Christoph sassen, war der Abend gerettet. Auch so kann eine gemütliche Feierabendtour aussehen!
Sommertour Seealpen vom 10. bis 12. August 2012
Donnerstag, 9. August 15:00 Uhr: Michael fährt mit seiner BMW bei mir vorbei, 10 Minuten später ist auch André da und somit sind wir für die erste Etappe vollzählig. Schon auf den ersten Kilometern überlege ich mir was ich wohl diesmal vergessen habe. Auf der Autobahn Richtung Winterthur kommt es mir in den Sinn. Ich habe keine einzige Strassenkarte dabei! Zum Glück bin ich mit Kopien einigermassen gut gerüstet. Durch den Milchbucktunnel, Üetlibergtunnel und A4 fahren wir nach Cham. Um 16:15 Uhr sind wir schon an der Seestrasse, wo Eddie und Ronit bereits auf uns warten. Kurz aufgepackt und schon geht’s los. Auf der Autobahn Richtung Luzern, Sarnen, dem Brünigpass entgegen. Das Wetter ist herrlich, pünktlich auf die Sommertour ist der Sommer da. Es hat relativ wenig Verkehr und wir kommen zügig voran. Nach Meiringen fahren wir das erste Mal an eine Tankstelle. Jetzt geht‘s richtig in die Berge. Auf dem Grimselpass 2'165 müM ist es recht kühl und die Nebelschwaden ziehen Richtung Gletsch hinunter. Im Obergoms ist es noch herrlich durch die Kurven zu wedeln. Je weiter wir das Wallis herunter kommen desto mühsamer wird das Vorwärtskommen. Ausnahmsweise freuen wir uns auf die Autobahn und im Nu sind wir in Sion, unserem ersten Etappenziel. Nach ein paar Strässchen finden wir mitten im Zentrum eine Bleibe im lauten Hotel ELITE. Nach einer Expressdusche treffen wir uns vor dem Hotel zum Nachtessen. Wir schlendern durch die Walliser Fussgängerzone, d. h. ab und zu fährt doch ein Auto vorbei. 20:00 Uhr, bei einem lustigen Italiener stillen wir unseren Hunger. Keine Pizza! Auf dem Hauptplatz genehmigen wir uns einen Schlummi. Dann gehen Ronit und Christoph ins Hotel zurück und die Jungs, wer weiss...
Freitag, 10. August: Abfahrt pünktlich um 9:00 Uhr nehmen wir die letzten Autobahnkilometer bis Martigny. Jetzt geht’s über den grossen St. Bernhard. Auf der Passhöhe auf 2'469 müM überqueren wir kaum merklich die Grenze nach Italien. Ab Aosta fahren wir im dichten Verkehr Richtung Courmayeur, immer den Mont Blanc vor Augen. In Pré-Saint-Didier gibt’s den ersten feinen italienischen Kaffee. Wir geniessen die Fahrt über den kleinen St. Bernhard, 2'188 müM, der im Gegensatz zum grossen Bruder viel enger und kurviger ist. Das Mittagessen nehmen wir in "unserem" Dörfchen Sainte-Foy-Tarentaise im Hotel "Le Monal" ein. Wie von Eddie bestellt, habe ich eine Bedienung mit grosszügigem Dekolleté organisiert, dementsprechend hinterlassen wir ein grosszügiges Trinkgeld. Weiter geht es via Val-d'Isère Richtung Col de l'Iseran 2'770 müM. Wir lassen die drei Jungs ziehen, damit sie sich richtig austoben können. Wir rollen hinunter bis St. Michel, wo wir die Tanks nochmals füllen, bevor wir dem Col du Galibier auf 2'646 müM entgegen kurven. Auf der Südrampe angekommen fahren wir auf der D1091 nach Westen. Auf einem winzigen Strässchen fahren wir auf der Col de Sarenne auf die berühmte – zumindest für Velofahrer – Alpe d'Huez. Der Ort ist hässlich verbaut wie es nur die Franzosen fertig bringen. Aber die Aussicht ist grandios. In einem etwas kitschigen Hotel finden wir zwei gemütliche Zimmer. Schon der Name sagt alles: Chalet Hôtel Le Printemps de Juliette (www.leprintempsdejuliette.com). Wir schlenderten etwas durch dieses Retorten-Dorf und es hat mehr Fastfood-Imbisse als gemütliche Bergrestaurants. Zum Glück finden wir in der Einkaufpassage zwischen Kitschladen eine kleine und gut besetzte Kneipe. Den Schlummi nehmen wir vor unserem Hotel, es ist halt kühl, kein Wunder, wir sind auf 1'850 müM. Danach geniessen Ronit und Christoph den Jacuzzi.
Samstag, 11. August: Abfahrt ist wieder um 9:00 Uhr. Zum Aufwärmen geht’s Haarnadel um Haarnadel die 1'090 Meter ins Tal hinunter. Dann folgen wir der wunderschönen D526 auf den Col d'Ornon auf 1'371 müM, schon der zweite für uns neue Pass. In Anbetracht der voranschreitenden Zeit beschliessen wir meine vorbereitete Route etwas zu kürzen. In Valbonnais haben wir unseren südlichsten Punkt erreicht. Ein schönes schmales Strässchen über den Col de Malissol führt uns wieder nördlicher. Und wieder folgen wir der D1091, diesmal in östlicher Richtung bis zur Abzweigung Richtung Col du Glandon. In Allemond nehmen wir unseren 11-Uhr-Kaffee und fragen nach der nächsten Tankstelle, denn Eddies Moped ist fast trocken. Wir müssen 6 km zurücklegen und dann kann es weiter gehen. Auf herrlichen Strassen vorbei an einem Stausee geht’s über den Col du Glandon 1'924 müM Richtung La Chambre. Das Mittagessen geniessen wir auf einer Terrasse mit schönem Ausblick, aber leider mit einem Räf als Bedienung. Die nächsten Gäste schickt sie einfach weg. Die Route führt uns weiter über den uns wohl bekannten Col de la Madeleine auf 1'993 müM. Auf der N90 kommen wir schnell voran auf Bourg-Saint-Maurice, von wo wir über den fantastischen Cormet de Roselend fahren. Wir bewundern die türkisen Farben vom See unten im Tal. Es geht weiter nach Beaufort, dann über den Col des Saises 1'650 müM, bis wir 6 km vor Flumet ein kleines nettes Dörfchen erreichen. Das Hotel ist ein wenig schäbig, aber für eine Nacht in Ordnung. Wir nehmen ein Bier, dann suchen wir uns ein Restaurant. Gerade vis-à-vis werden wir fündig. Das Essen ist gut und der Kellner ist gut gelaunt. Den Schlummi nehmen wir in unserem Hotel, die Dekoration ist von letzter Weihnacht.
Sonntag, 12. August: Wie üblich starten wir um 9:00 Uhr und gleich geht’s kurvig los. Runter nach Flumet und dann über den Col des Aravis auf 1'486 müM nach La Clusaz, weiter über den wunderschönen Col de la Colombière auf 1'613 müM, wo wir nochmals so richtig die Pferde springen lassen. Wir sind zeitig dran, deshalb verlängern wir unsere Tour wieder. Nachdem wir uns durch Cluses hindurchgekämpft haben fahren wir nach Norden bis Taninges. Dann folgen wir der D907 nach Westen, bevor wir über den winzigen Col de Joux Plane fahren. Auf der Passhöhe gibt es Kaffee und für Ronit ein Himbeertörtchen. In Morzine treffen wir wieder auf die alte Route. Wir folgen der D902 bis Le Biot, dann über den Col du Corbier bis La Solitude. Jetzt geht es Richtung Schweizer Grenze. In Châtel staut sich der Verkehr wegen einer Baustelle. Zeit für die Mittagspause. Wie gewohnt lassen wir die Autos rechts stehen und fahren bis wir ein Restaurant finden. Wir landen einen Glückstreffer. Das Essen ist formidabel. Typisch Logis de France. Leider vergesse ich meine geliebte antiquarische Schweizer Strassenkarte. Wir geniessen die letzten Kurven dieser Sommertour über den Col de Morgins, wo wir auch wieder ins Radarland kommen. In Monthey füllen wir die Tanks, bevor wir die Autobahn unter die Räder nehmen. Bis Bern geht’s flott mit 120 voran. Auf einer Raststätte verabschieden wir uns von André, Eddie und Michael. Wir fahren weiter Richtung Luzern nach Cham, die anderen drei nehmen die direkte Route.
Nach gut 1'500 meist herrlichen Kilometern sind wir froh, gesund und unfallfrei wieder zu Hause zu sein. Das Wetter hat sich wie üblich auf der Sommertour von seiner besten Seite gezeigt. Wer nicht dabei war hat etwas verpasst.
Tagestour Grossraum Schaffhausen vom 23. September 2012
Michis erste Tour: Am 23.09.2012 um 09:40 Uhr ging es los. Wir waren zu viert, und alle waren gespannt, wo er uns wohl durchlotsen wird. Es ging los mit den Orten Rheinau – Flaach – Berg am Irchel – Teufen – Rorbas – Embrach – Bülach – Dielsdorf – Regensberg – Schöfflisdorf – Lengnau – Tegerfelden – Zurzach. In Zurzach fuhren wir dann über den Zoll in Michis Heimatland. Weiter ging die Tour über Bechtersbohl – Klettgau – Erzingen wieder in die Schweiz via Trasadingen – Wilchingen – Hallau – Oberhallau – Schleitheim. Da wir etwas schneller waren als Michis Zeitplan, haben wir uns entschlossen, mit dem Mittagessen noch etwas zu warten und fuhren weiter über den Zoll Richtung Norden nach Stühlingen – Fützen – Randen – Zollhaus – Behla. Zwischen Hüfingen und Geisingen haben wir einen Gasthof entdeckt und haben zu Mittag gegessen. Allen hat es geschmeckt; nur die Wartezeit war etwas lang. Gegen 13:30 Uhr sind wir dann weitergefahren nach Geisingen – Immendingen – Mauenheim – Engen nach Mühlhausen-Ehingen. Da hat sich wohl die Gruppe vom Michi getrennt und sind über die Autobahn (A81) nach Schaffhausen abgebogen, weil er nicht zu sehen war. Da er flott unterwegs war, hatte er schon in Singen auf sie gewartet. Nach anschliessender Abklärung war der Rest der Truppe schon in Schaffhausen und Michi trat dann auch die Heimreise an.
Schlusstour Schwarzwald vom 21. Oktober 2012
Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich Eddie, Teri, André, Peti, Kerstin, Christoph, Mario, Marcello und Dino um 10:00 Uhr an der Esso-Tankstelle in Bargen. Wir fuhren nach Wolterdingen, um noch Elli sowie Stephen abzuholen. Leider mussten wir recht lange auf Stephen warten. Mit einiger Verspätung fuhren wir dann über das Simonswäldertal und Freiamt durch den Schwarzwald Richtung Breisach. Über das Schuttertal fuhren wir dann Richtung Ortenau. Zum Mittagessen fanden wir eine Pizzeria mit einer tollen Terrasse im Zentrum von Elzach. Da am Ortseingang eine Baustelle war, gab es relativ wenig Verkehr und so konnten wir unser Essen in Ruhe geniessen. Frisch gestärkt ging die Fahrt dann durch die Ortenau weiter, um über den Nordschwarzwald weiter in Richtung Alb zu kommen. Am späten Nachmittag holte uns dann jedoch der Abend schneller ein, als erwartet. Wir kürzten unsere Fahrt ab Schramberg ein wenig ab. In Villingen verabschiedeten wir uns dann voneinander, sodass jeder seine restliche Heimfahrt antreten konnte. Wie viele Kurven es waren, weiss ich nicht mehr, aber ich glaube dem Grinsen der Gesichter nach hat es allen gefallen.
Armbrustschiessen vom 9. November 2012
Ob wohl ich kurzfristig das Datum für unseren ersten Anlass des Winterprogramms verschieben musste, hatten sich doch zwölf Mitglieder fürs Armbrustschiessen angemeldet. Als Ronit und ich 5 Minuten vor 6 Uhr im Schützenhaus des Armbrustschützenvereins Neuhausen angekommen waren, sass da Sachsen-Michi bereits am Tisch. Nach und nach trudelten die restlichen Teilnehmer ein und wärmten sich am gemütlich knisternden Chemineefeuer auf. Michi und Kerstin waren die ersten, die sich von den fachkundigen Schützen instruieren liessen. Ja, soooo einfach wie es aussieht ist es dann halt doch nicht. Für Peti wurde extra eine Linkshänder-Armbrust besorgt, sodass auch er ein Topresultat erzielen kann oder zumindest könnte. Die einen liessen sich sehr, sehr viel Zeit, sei es aus Ehrgeiz, Interesse oder weil sie einen besonders engagierten Instruktor hatten. Andere machten eher kurzen Prozess, es zog sie wohl an die Wärme oder zum kühlen Bier oder zu den feinen Sandwiches, die bereits auf den Tischen standen. Auf jeden Fall waren alle mit grossem Ernst und Engagement bei der Sache. So gegen 20 Uhr trudelte dann auch André ein, er hatte noch ein paar familiäre Pflichten zu erfüllen. Schnurstraks, wie wir es von ihm gewohnt sind, machte er sich an die Arbeit bzw. ans Schiessen und war schon nach kürzester Zeit wieder bei uns an der Wärme. So gegen 21 Uhr folgte dann die Rangverkündigung. Wie üblich wurden zuerst die hinteren Ränge verlesen. Da waren also Michi, Petra, Kerstin, Peter, Christoph und Michael anzutreffen. Im Mittelfeld also auf dem 5. Rang hatte sich Ronit platziert und als beste Frau durfte sich Jacqueline über ihren tollen 4. Rang freuen. Auf das virtuelle Treppchen durfte Mario als Dritter, punktgleich mit Eddie, der es dank einem 10er auf den zweiten Platz geschafft hat. Beide wurden nur knapp mit einem Punkt Rückstand geschlagen und zwar vom Sieger André, der aus fünf Schüssen 44 Punkte erzielte. Jeder Teilnehmer durfte trotzdem einen Preis in Empfang nehmen und konnte sich so zusammen mit dem Präsi als Sieger fühlen. Gegen 22 Uhr machten wir uns auf den Heimweg und so ging ein gemütlicher Freitagabend zu Ende.
Weihnachtsmarkt Basel vom 15. Dezember 2013
Dieses Jahr war unser Ziel der Weihnachtsmarkt in Basel, wo wir noch nie waren. Mit der Deutschen Bahn starteten wir kurz nach zwölf von Schaffhausen aus nach Basel. Vom Badischen Bahnhof ging’s mit dem Tram direkt zum Markt, nur noch die Strasse mussten wir überqueren und schon waren wir drin im Weihnachtszauber. Da die meisten noch nichts gegessen hatten, verpflegten wir uns zuerst mal und genehmigten uns ein Bier oder Glühwein. Nun wurden die verschiedenen Stände und Angebote betrachtet und Kleinigkeiten eingekauft. Den einen gefiel besonders ein grosser Hutstand, wo es alle erdenklichen Hüte zu kaufen gab, selbstverständlich wurden auch diverse ausprobiert. Im Laufe des späteren Nachmittags suchten die einen ein gemütliches Café auf und die anderen (mehrheitlich die Frauen) bevorzugten die Warenhäuser zum Shoppen. Zum Glück gab es im Café auch Bier, sodass die Zeit rasch vorüber ging. Auf dem Weg zurück zum Tram konnten wir die Basler Berufsfeuerwehr bei einem Einsatz bestaunen, wie sie aus allen kleinen Gassen mit den grossen Einsatzwagen zum Brandobjekt anrückten. Unser Rückweg führte uns nochmals kurz durch den nun beleuchteten Markt zum Tram zurück. Der Zug war bis zum ersten Halt so voll, dass wir stehen mussten. In Schaffhausen ging die Hälfte noch fein Nachtessen, wo auch noch Jürg dazu stiess. So wurde ein schöner Ausflug gemütlich abgeschlossen und alle gingen zufrieden nach Hause.
Mondscheinbummel Babental vom 23. Februar 2013
Um 18 Uhr fuhren wir zu fünft nach Siblingen, von wo aus wir zum Alp-Restaurant Babental (www.babental.ch) spazierten. Leider war es ein wenig bewölkt, sodass wir den Vollmond nicht zu Gesicht bekamen. Das Restlicht zusammen mit der verschneiten Landschaft gab uns jedoch genügend Licht, um uns im Wald zu orientieren. Trotzdem haben wir uns bei einer Weggabelung für den falschen Weg entschieden, was uns aber nur einen Umweg von ungefähr hundert Metern bescherte. Kurz nach 19 Uhr gaben wir unsere Getränkebestellung auf; das Essen in Form des legendären Tartarenhuts hatten wir bereits vorbestellt. Wir schlugen uns die Bäuche voll, sodass keiner von uns mehr Platz für einen Dessert hatte. Gegen 23 Uhr machten wir uns wieder auf in die klare, kühle Nacht.
Glasi Hergiswil vom 23. März 2013
Als ich die Einladung für den Anlass schrieb, dachte ich mir, vielleicht juckts den einen oder anderen ja schon im Füdli und es kommen welche mit dem Motorrad. Als ich dann aber am Samstagmorgen den Thermometer gesichtet hatte, hat sich der Gedanke schnell zerschlagen. Es hatte gerade mal 5 Grad. Bis zum Mittag hin fing es dann auch noch zu regnen an. Definitiv kein Töffwetter. Aber dafür hatte es umso mehr Autofahrer auf der Strasse. Unglaublich was da so an einem ganz normalen Samstagmittag auf den Schweizer Strassen abgeht.
Als mein Navi beim Schützenhaus einen Stau in Zürich meldete, waren Jürg und ich uns schnell einig, das kann nicht sein. Bestimmt nicht an einem Samstagmittag. Unmöglich. Das Navi irrt sich bestimmt. Wir sollten dann aber eines besseren belehrt werden. Kurz vor dem Nordring war's dann auch schon so weit. Stau auf allen Spuren.
Dank André und seinen Ortskenntnissen konnten wir den Stau mit einer Zürich-Rundfahrt umfahren. Zwar mussten wir kurz vor Luzern, als wir einen Rattincar überholten, den wir schon einmal im Stau auf dem Nordring gesehen hatten, feststellen, dass wir nicht schneller waren, dafür aber Stadtteile von Zürich gesehen hatten, die ich und meine Mitfahrer noch nie gesehen hatten. Danke André.
Bei der Glasi in Hergiswil (www.glasi.ch) angekommen waren Christoph und Ronit auch gerade ausgestiegen. Ach ja, bestimmt wollt Ihr ja noch wissen wer sonst noch alles dabei war. Es waren ausser Ronit und Christoph noch die Familie Baumgartner, Jürg Hauser, Jeannette Fuhrer und ich mit Norik und Silvan dabei. Die Besichtigung der Glasi Hergiswil kann ich jedem wärmstens empfehlen. Es fängt mit einem liebevoll gemachten Rundgang von der Geschichte der Glasherstellung an. Danach kommt man ganz schön ins Schwitzen beim Zuschauen wie die Glasbläser arbeiten. Wer dann beim Zuschauen auf den Geschmack gekommen ist darf für ein paar Franken auch selber eine Kugel blasen. Des Weiteren hat es noch einen faszinierenden Spiegelsaal und weitere Aktivitäten, die mit Glas in Verbindung stehen. Und dann noch das Wichtigste, der Zweite-Wahl-Laden. Da Schlägt jedes Frauenherz höher. Nach dem Shoppen gingen wir im Glasi-Restaurant eins Trinken, wo wir uns danach von Ronit und Christoph verabschiedeten. Wir anderen gingen nach der staufreien Heimfahrt noch in den Musikhof eine feine Pizza essen.
Somit ist die eingangs erwähnte Saison abgeschlossen. Ich hoffe, wir können wieder einer unfallfreien, hoffentlich vom schönen Wetter gezeichneten Saison 2013/2014 entgegentreten, beziehungsweise entgegenfahren…
Euer Fahrwart