Fahrwartbericht der Saison 2011/2012

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Eine Stunde vor Beginn der Generalversammlung konnten diejenigen, die sich noch etwas zwischen die Kiemen zu schieben brauchten, im Restaurant Frohsinn in Hemmental essen. Danach wurde die neue Saison 2011/2012 traditionsgemäss mit der Generalversammlung eröffnet. Mit 16 anwesenden Mitgliedern waren unserer Einladung weniger Personen gefolgt als in anderen Jahren. Wie üblich wurden bei der Rangverkündigung an gewisse Mitglieder MCH-Gläser verteilt sowie bekannt gegeben, wer am meisten Punkte und somit den Pokal verdient hat. Wir wünschen angenehme Unterhaltung beim Fahrwartbericht!

Tour um Schaffhausen vom 1. Mai 2011

Bei strahlendem Wetter beginnen wir unsere Töffsaison mit der traditionellen 1. Mai-Tour. Um 13:45 Uhr finden sich nebst Eddie, Teri, André, Ronit und mir auch zwei Gäste beim Schützenhaus ein. Es sind dies Kerstin mit ihrer grossen BMW und Michi mit seiner 125er. André erklärt den zwei kurz die wichtigsten Regeln beim Fahren in Gruppen und dann geht’s los.

Die Tour heisst "Rund um Schaffhausen". Wir fahren ins Merishausertal bis zum Schluuch, dann über die Grenze nach Wiechs, wieder über die Grenze nach Altdor– Opfertshofen – Herblingen – Thayngen – Dörflingen. Über den Rhein nach Diessenhofen – Stein am Rhein, vorbei an blühenden Rapsfeldern nach Andelfingen. Grüne Felder grenzen an saftig gelben Farben, der Duft ist berauschend.
Weiter geht’s nach Flaach – Berg am Irchel bis Teufen ZH. An der Tössegg machen wir Pause. Das Wetter ist herrlich und in der Gartenwirtschaft sammeln sich die Geniesser. Trotzdem finden wir noch einen freien Tisch mit Blick auf den Rhein.

Frisch gestärkt fahren wir weiter Richtung Eglisau – Kaiserstuhl – über den Rhein nach Hohentengen – Hüntwangen – Dettighofen und dann durchs Wangental nach Wilchingen. Eigentlich wollte ich noch über den Hallauerberg, aber die schwarzen Wolken halten mich davon ab. Schon in Neunkirch sind die Strassen nass, aber wir bleiben bis Schaffhausen vom Regen verschont. Wir verabschieden uns von Kerstin, Michi, Teri und Eddie. Auden letzten Kilometern bis nach Hemmental werden wir zwar noch richtig verregnet, aber das kann uns nicht mehr richtig ärgern.

Insgesamt haben wir bei viel Sonnenschein acht Mal die Grenze überquert und einen schönen Saisonstart erlebt.

Pfingsttour Südtirol vom 11. bis 13. Juni 2011

Die Pfingsttour führte uns wieder einmal ins Südtirol nach Rocca Pietore südlich der Marmolada. Das Hotel Rosalpin hatte ich schon Anfang Februar gebucht, vor ein paar Jahren hatte ich da schon mal übernachtet und wusste nur Gutes zu berichten. Also sollten wir für einmal schon sehr früh ein gutes Hotel reserviert haben. Als die Anmeldefrist Mitte April abgelaufen war, hatten sich gerade mal sechs Personen angemeldet, nach nochmaligem Nachfragen bei unseren Mitgliedern waren es danach auch nicht mehr. Was ist nur los mit unseren Mittgliedern? So wenig waren wir noch nie auf einer Pfingsttour! Eine weitere schlechte Nachricht erhielt ich drei Tage vor Pfingsten per E-Mail vom Hotel mit dem Wortlaut: "Wir müssen leider die Eröffnung der Sommersaison verschieben." Immerhin wurden wir ins benachbarte Hotel Albe hinter unserem Hotel umgebucht. Das Angebot und die Leistungen seien dieselben wie im ersten Hotel, also war die Nachricht doch nicht so schlimm.

Am Samstagmorgen bei noch trockenem Wetter, jedoch sehr schlechtem Wetterbericht, startete Christoph und Ronit, Michael und Petra, Saxen-Michi und ich zur Pfingsttour. Im Laufe des Tages soll es stark regnen und bis in mittlere Lagen schneien, also auch auf den Passhöhen, die wir bezwingen wollten. Anstelle des Flüela- und Offenpasses folgten wir der Autobahn bis zum Arlberg, was eine weise Entscheidung sein sollte. Denn von St. Gallen weg regnete es wie aus Kübeln und in den Bergen schneite es, sodass die Pässe schneebedeckt waren. Durch den Arlbergtunnel wollten wir aber trotzdem nicht fahren, so nahmen wir den Weg über den Pass. Auf der Tirolerseite besserte sich das Wetter langsam, im Vinschgau beim Mittagessen regnete es für kurze Zeit mal nicht und es war auch wieder etwas wärmer. Das Vinschgau hinunter an Schlanders vorbei bis nach Forst schlängelten wir uns durch den sehr starken Verkehr. Über das schöne und kurvenreiche Gampenjoch nach Fond, dann über den auch bei Regen schönen Passo di Mandola Richtung Bolzano, sodass wir die Autobahn umfahren hatten. Kurz danach schwenkten wir ins Val d'Ega ein und folgten dem Tal hinauf zum Karenpass. Auf der anderen Talseite ging’s durchs Val di Fassa bis nach Canacei. Die letzten 30 Kilometer über den Paso di Fedaia hatten es noch in sich. Kurz nach der Passhöhe auf 2000 Meter Höhe und dem Ziel vor Augen – es waren nur noch zehn Kilometer – brauchte Michi eine Pause. Nach 410 km im Dauerregen und unzähligen Kurven brauchte er einen Notstop. Schliesslich fuhr er zum ersten Mal auf einer solchen Monstertour bei so schlechtem Wetter mit. Nun standen wir vor unserem Hotel und freuten uns auf ein Bier, die Sauna, ein warmes Zimmer und ein gutes Essen. Es wurde uns ja zugesichert, dass das neue Hotel dieselben Leistungen und den gleichen Komfort biete. Ihr könnt es schon ahnen was uns erwartet hatte: Beim Empfang wurde uns bereits mitgeteilt, dass die Sauna für sechs Personen sicher nicht in Betrieb genommen werde. Also nahmen wir die Zimmer in Beschlag. Schon als wir den Gang entlang gingen, miefte es sehr und die Zimmer waren sehr kalt. Nach der Dusche zum Glück mit warmem Wasser trafen wir uns an der Bar zu einem Bier. Das Licht mussten wir selber in Betrieb nehmen und nach etwa 20 Minuten gab es Bier in Dosen. Das anschliessende Essen war in Ordnung. Als wir aber um zehn Uhr abends noch etwas bestellen wollten, war das Personal schon schlafen gegangen. Wir wussten uns schliesslich selber zu helfen und bedienten uns selber an der Bar.

Am anderen Morgen freuten wir uns auf das Frühstück. Die Getränke mussten wir selber an einem Automaten holen, aber wir hatten ja schon Übung vom Vorabend. Die Brötchen waren so hart, dass wir sie nicht aufschneiden konnten. Als wir reklamierten, hiess es, der Bäcker habe heute geschlossen. Da auch der Wetterbericht im Süden für die nächsten Tage schlechtes Wetter prophezeite, entschlossen wir uns kurzerhand, abzureisen, was keine Probleme gab. Im Gegenteil; es kam uns vor als wären sie froh, dass wir nicht noch eine Nacht blieben. Michi hatte sich in der Zwischenzeit wieder erholt und freute sich auf die nächsten Kurven. Wir fuhren – wie sollte es anders sein – bei Regen Richtung Norden über den Paso di Campolongo nach Bruneck, dann weiter nach Westen dem Pustertal entlang. Parallel zur Brennerautobahn fuhren wir nach Norden bis nach Sterzing, wo wir einen Tankstop einlegten. Da es Richtung Jaufenpass aufgehellt war, entschlossen wir uns, diesen in Angriff zu nehmen. Dies sollte das beste Teilstück der ganzen Pfingsttour werden. Bei schönem und warmem Wetter kurvten wir über den Pass Richtung St. Leonard. Etwa auf der Hälfte nach unten in einem wunderschönem Restaurant direkt in einer Kurve verpflegten wir uns und schauten den Töfffahrern zu, die sich direkt vor uns in die Kurve legten. Übers Timmelsjoch, wo ich noch ein kleines Rennen mit einem Mercedes Cabriolet hatte, kamen wir schliesslich nach Sölden. Um 16 Uhr suchten wir in Ötz eine Unterkunft. In diesem Hotel konnten wir die Tiroler Gastlichkeit geniessen. Nach einem kurzen Rundgang durch das historische Dörfchen nahmen wir noch einen Drink in einer Bar.

Am Montag regnete es bereits wieder, sodass wir keine Mühe hatten, die richtige Kleidung anzuziehen. Auf direktem Weg über die Autobahn fuhren wir nach Schaffhausen, wo wir bereits um 14 Uhr im Restaurant Hohberg ankamen. Hier verpflegten wir uns noch einmal zum Abschluss einer sehr speziellen Pfingsttour.

Feierabendtour Hegau vom 15. Juli 2011

Beim Schützenhaus in Schaffhausen trafen sich: Ronit, Christoph, André, Eddie, Steffen, Petra und Michael mit Petrus' besten Wünschen. Wunderbares Sommer-Abend-Wetter begleitete uns Richtung Mühlental – Merishuuse – Oberbargen – Blumberg. Dann ging es Richtung Länge, auf der wir nach Hondingen abbogen. Am Ortsrand von Fürstenberg mit tollem Panorama zum Schwarzwald und zur Alb, fuhren wir nach Pfohren – Immenhöfe – Oberbaldingen und wieder hinauf nach Öfingen. Von dort hinab ins Amtenhausener Tal nach Zimmern, über die alte Donaubrücke ins Schöntal, dessen Strasse recht bald zur halben Endurostrecke wurde und von Mauenheim – Hattingen – Wittoh – Emmingen hinab ins Wasserburger Tal. Weiter über Eckartsbrunn – Reutte – Eigeltingen – Aach – Engen, Richtung Bibertal. Im Bibertal ging es hoch nach Opfertshofen, wo wir im Reiatstübli einen wunderbaren Abendhimmel über den Hegau geniessen konnten. Abgerundet wurde die kleine Tour mit einem Plausch im Stübli.

Tagestour Schwäbische Alb/Neckartal vom 14. August 2011

An der Tour nahmen teil: Teri, Eddie, André, Ellie, Dino, Ronit, Christoph, Manfred, Sachsen Michi, Oli, Petra und Michael. Auch heute hatten wir wieder Glück mit dem Wetter, sodass wir bei bester Stimmung durchstarten konnten. Vom Schützenhaus über Herblingen – Thayngen – Schlatt am Randen – Welschingen nach Engen, wo Ellie, Dino, Manfred und Oli zu uns stiessen. Über den Hegaublick weiter nach Immendingen – Öfingen – Talheim Richtung Spaichingen – Aldingen und von dort in die Schwäbische Alb Richtung Schömberg zum Lochenpass, der am Wochenende von der anderen Seite her gesperrt ist. Nach dem Pass ging es weiter Richtung Rosenfeld, wo wir dann in einem kleinen Dorf unser Mittagessen einnahmen. Frisch gestärkt setzte sich die Gruppe Richtung Neckartal in Bewegung. Vorbei an der Hohenzollernburg bei Hechingen kamen wir nach Haigerloch, wo es vorher ins Tal hinunter ging. In einer Rechtskurve verlor Sachsen Michi die Kontrolle über sein Töff und geriet auf die andere Strassenseite, wo ihn die Leitplanke festhielt. Zum Glück kam kein Gegenverkehr, sodass er mit dem Schrecken und einem abgebrochenen Spiegel davon kam. Wir bedanken uns bei allen Schutzengeln, die unsere Tour begleiteten. Michi brach die Tour ab und fuhr nach Hause; wir setzten unsere Fahrt Richtung Bad Imnau, Rottenburg fort und kurvten durch das Neckartal. Über Starzach ging es wieder nach Hechingen (Blick auf die Hohenzollernburg), wo wir unseren wohlverdienten Kaffee einnahmen. Dort verliess uns Oli, der lieber noch ein paar Kilometer machen wollte. Von Hechingen aus bewegten wir uns nach Albstadt, Messstetten und hinunter ins Donautal. Vorbei am Kloster Beuron, Buchheim in den Hegau über Engen zurück nach Schaffhausen.

Sommerferien Toscana vom 3. bis 10. September 2011

Am Samstag um 8 Uhr fanden sich am Schützenhaus Ronit, Christoph, Eddie, André und Michael ein. Wir hatten uns für die Toscana entschieden, da das Wetter in der Auvergne eher schlecht war. Bei wunderbarem Wetter fuhren wir via die Stadt Zürich, den Gotthardpass (2h 13min), wo wir die alte Postkutsche zum Pass sahen, nach Airolo, wo wir unseren ersten Kaffee nahmen. Schon in Chiasso mussten die ersten warmen Kleider abgelegt werden. Bei Milano nahm die Hitze immer mehr zu und wir waren wieder im Sommer angekommen. Alles prima, sodass wir uns unterwegs entschieden über Parma und la Spezia bis zum Ende der Tour nach San Vincenzo am Meer zu fahren. Wir fanden ein wunderbares Hotel namens KonTiki mit Pool in der Nähe vom Meer (www.kontiki.toscana.it). Nach einem Sprung in den Pool gab es ein wunderbares kaltes Bier in der Hotelanlage. Später fanden wir ein tolles Ristorante mit frischen Meeresfrüchten im Angebot, wo wir uns ausgiebig stärken konnten. Eddie, André und Michael fanden sich danach noch auf dem Bayerischen Bierfest ein, das durch eine Städtepartnerschaft entstanden ist. Leckeres Bier und ein abwechslungsreiches Programm liess die Zeit schnell vergehen. Im Hotel angekommen, wollten wir noch einen Schlummi nehmen. Im Büro sahen wir noch Licht und machten uns bemerkbar. Als der freundliche aber müde Herr uns an der Bar bediente stellten wir fest, das dies der Drummer der Blues Band war, der wir zuvor begeistert zuhörten. Zudem gehörte ihm auch noch das ganze Hotel, wie wir später feststellten.

Am Sonntag schliefen wir aus, frühstückten und verbrachten den Tag mehr oder weniger am Meer mit Blick auf Elba. Abends gab es wieder feines italienisches Essen im Ristorante. Einen kleinen Umtrunk nahmen wir wieder auf dem Bierfest.

Am Montag nach dem Frühstück brachen wir zu unserer Südtoscana Tour auf. Über die Autobahn nach Grosseto und weiter Richtung Siena, kamen wir in die Nähe des Ortes Campagnatico, wo ein Freund von mir ein Agritourismo betreibt. Bodo war da und freute sich über die Überraschung. Dann ging es in das Tal des Ombrone und hinauf nach Scansano – der Beginn unserer etruskischen Städtetour. Weiter nach Manciano, Pitigliano (Aufenthalt mit Kaffee), Sovana mit ihren Tuffsteinfelsen in Richtung Arcidosso, das neben einem grossen erloschenen Vulkan liegt, dem Monte Amiata (Teil einer Kette von Sizilien bis Florenz). Von dort wieder hinab ins Ombronetal nach Paganico, wo es wieder einen Kaffee gab und ich den Wirt der Pizzeria traf. Auch hier ein freudiges Ciao. Nun ging es wieder Richtung Mare – auf der Höhe von Roccastrada verliessen uns Ronit und Christoph und wir setzten unseren Weg durch die Wälder zu einem abgelegenen Kloster fort. Die alten Mauern von San Galgano begeisterten uns, da sie gigantische Ausmasse haben. Sodann ging es in die Schlussrunde über Massa Marittima nach Castagneto mit gigantischer Aussicht und Sonnenuntergang über dem Meer. Neben uns – wir sassen an der Stadtmauer im Freien – assen die Bayerischen Freunde vom Bierfest aus San Vincenzo. So liessen wir den Abend mit einem Plausch und gutem Essen ausklingen. Zufrieden und voller Eindrücke fuhren wir im dunklen nach Hause.

Am Dienstag beschlossen wir, uns schön langsam nach Norden zu bewegen. Durch viele kleine Dörfer der Colline Metallifere ging es vorbei an Volterra einer grossen etruskischen Stadt auf einem Felsen, nach San Gimignano, das durch seine vielen Geschlechtertürme bekannt ist. Mitten im touristischen Stadtgewühl nahmen wir unser Mittagessen ein. Zuvor hatten André und ich noch eine kleine Diskussion mit einem Dorfpolizisten, der sich daran störte, dass wir unsere Töffs ohne Helm umparkierten. Diese Angelegenheit konnte dank unserer ruhigen Art recht schnell beigelegt werden. Nun hatten wir eine spannende Strecke Richtung Pisa vor uns. Quer durch die Pampa mit herrlichen Strassen, Dörfern und immer wieder aussergewöhnlichen Ausblicken. Auffallend waren die vielen thermischen Kraftwerke in dieser Gegend. Dann erreichten wir Lucca, das wir umrundeten und in Richtung Pisa verliessen. Eine interessante Abkürzung zu unserem Agritourismo fanden wir leider nicht und so erreichten wir unser Ziel dennoch am frühen Mittag. Eine kleine unwegsame Strasse ging es stetig nach oben, bis wir Eddies Tipp, das Agriturismo "Le Capanne" (www.lecapanne.it) erreichten. Ein Gebäude auf einem Berg mit herrlichem Blick zum schiefen Turm und übers Meer – einfach überwältigend. Wir versuchten uns im Pool zu erfrischen, bevor es oben wieder zu einem feinen Nachtmahl ging. Den krönenden Abschluss machte dann ein Schlummi auf der Terrasse mit Blick über abertausende Lichter bis aufs Meer hinaus.

Am Mittwoch steuerten wir Sestri Levante an, das direkt am Meer liegt. Wir wählten eine interessante Strecke durch die Berge mit vielen kleinen Pässen aus. Wir fanden eine schöne Variante neben der Autobahn und kurvten Richtung Berge. Richtung Alla und weiter nach Pontremoli, gelangten wir zum Passo del Pratello. Schon am Anfang wurden wir von Einheimischen auf ein Autorennen aufmerksam gemacht – heute sei Probefahren. Da es keinerlei Anzeichen für ein solches gab, setzten wir unsere Fahrt fort, bis uns in einer Kurve der erste Probefahrer auf unserer Seite entgegen kam. Mit Glück überstanden wir die Strecke und rasteten an einem schönen Fluss, der fürs Fliegenfischen bekannt ist. Danach ging es zum Passo di Cento Groce nach Varese Liguri und weiter nach Sestri. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für das Hotel Miriam, das unweit vom Meer entfernt in einem kleinen Nebenort lag. Durch einen kleinen Durchgang kamen wir in die Altstadt und fanden auch sogleich eine schöne Bar mit Meeresrauschen. Weiter ging es mit Essen, Schlummi usw.

Am Donnerstag war wieder ein Strandtag geplant. Schönes Wetter und sanfte Wellen luden zum Baden und Verweilen ein. Eddie, André und Michael machten sich am Mittag auf zu einer Tour durch die Cinque Terre bis nach La Spezia und weiter zum Hafen von Portovenere. Nach einem erfrischenden Glace ging es wieder heim. Interessant sind vor allem die Tunnel vor Sestri Levante, die mit Ampeln betrieben werden, da man immer nur in eine Richtung fahren kann. So entstehen Wartezeiten bis zu 20 Minuten. Am Abend fanden wir uns in einem witzigen Ristorante ein, das direkt neben einer grossen Werft lag und wunderbare Fischspeisen anbietet. Wir sassen neben dem Werfteingang und wurden prima versorgt.

Am Freitag ging die Fahrt durch den Apennino Bosco Emiliano. Wunderbare Hügel und Berglandschaft, mit schönen kleinen Strassen. Über Lavagana, Borsonasca, Cabone, Casani und Loco ging es nach Bobbio mit Mittagessen. Dann weiter nach Voghera zur Autostrada Richtung Alessandria Varese. Nach kurzem studieren fanden wir die Piste nach Norden und kamen so über die Autobahn Richtung Stresa. Quer durch fanden wir zum See und in die Stadt, in der sich gleich im Zentrum eine Touristenzentrale befand, in der wir flugs ein schönes Hotel für uns aussuchen konnten. Nach dem Duschen im Hotel Montoc (www.hotelmontoc.com) tranken wir im grossen Hotelgarten ein kaltes Bier und bereiteten uns innerlich auf die Suche nach der besten Pizzeria vor. Diese fanden wir nach unserem Stadtbummel auch recht schnell. In einer witzigen Bar tranken wir wieder bayerisches Bier vom Hofbräuhaus Tegernsee und Kaffee mit Grappa. So verstrich unser letzter Abend in der Fremde mit sommerlichen Temperaturen und zufriedenen Töfflern vom Moto-Club Hemmental.

Am Samstag fuhren wir nach Domodossola und bogen ins Centovalli ein, das wir mit seinen engen Durchfahrten und Kurven geniessen konnten. Vorbei an Locarno und Bellinzona ging es nach Biasca. Vor dem Lukmanier gab es noch einen Kaffee und danach tauschten Christoph und Michael die Töffs. In Disentis tauschten wir unsere Töffs zurück und assen etwas Kleines. Über den Oberalppass ging es dann wieder die gewohnte Strecke Richtung Luzern, Zürich Stadt und Schaffhausen. Wir tranken noch etwas im Restaurant Rheintal in Flurlingen und verabschiedeten uns zufrieden, nach einer wirklich schönen Woche. Ich kann nur sagen, hoffentlich bald mal wieder!!!

Tagestour Toggenburg/Appenzell vom 2. Oktober 2011

Beim Start bei der BP-Tanke in Feuerthalen war nichts mit Sonne; bis Sirnach suchten wir den Weg in dichtem Nebel. Ab Sirnach sahen wir dann die Sonne, die uns an diesem Tag bis zum Abend durch das Toggenburg und das Appenzell bis nach Hause begleitete. In Ebersol nahmen wir noch einen Kollegen von mir mit, der uns bis zum Mittagessen begleitete. In Hemberg au935 m.ü.M. kehrten wir zwecks Kaffeepause kurz im Restaurant Hörnli ein. Christoph und Ronit meldeten sich per SMS, da sie an der falschen BP-Tankstelle warteten und wir trafen uns dann in Appenzell. Nach einer Fahrzeit von einer Stunde haben wir im Restaurant Leimensteig in Haslen nördlich von Appenzell im T-Shirt zu Mittag gegessen und die wunderschöne Aussicht genossen. Anschliessend gings weiter mit einem kurzen Abstecher ins Rheintal und via Rehetobel und Wienachttobel auf der Autobahn nach Schaffhausen zurück, wo wir um 18 Uhr die Tour beendeten.

Schlusstour Schwarzwald vom 29. Oktober 2011

In dichtem Nebel trafen wir uns am Samstag um 10:30 Uhr auf der Breite. Nachdem Eddie noch einmal kurz nach Hause musste, um sein Kennzeichen zu montieren, schlängelten wir uns wegen des hohen Verkehrsaufkommens der Herbstmesse Richtung Mühlental. Ab Büttenhart lichtete sich der Nebel wie gehofft und wir konnten unsere Fahrt bei strahlendem Sonnenschein fortsetzen. Kurz vor Blumberg verloren einige von uns in dem äusserst grossen Kreisverkehr den Anschluss. Nach einer kurzen Wartezeit in Blumberg sammelten wir uns dann aber wieder und fuhren weiter. In Achdorgesellte sich noch Manfred zu uns, sodass wir dann insgesamt 7 Motorräder und 10 Personen waren. Über Bonndorfuhren wir bekannte Strassen wie das Steinatal und das Albtal. Auf der Suche nach einer Gaststätte blieben wir bei einem Pizza-Express kurz vor Wehr hängen. Der Pizzabäcker beeilte sich, uns möglichst schnell mit den Pizzen zu versorgen. Die etwas andere Art, die bereits geteilten Pizzen in die Mitte des Tisches zu stellen, die wir uns dann Stückweise nahmen, fand bei allen regen Anklang. Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf nach Wehr. In der Hälfte des Wehratales bogen wir noch einmal links ab, um einen kleinen Rundkurs von etwa einer Stunde über Schopfheim wieder in Richtung Wehr zu machen. In St. Blasien legten wir noch einmal einen kleinen Tankstopp ein, um uns dann über Menzenschwand in Richtung Schluchsee zu orientieren. Da die Strasse wegen eines Unfalls, der kurz zuvor passiert sein musste, gesperrt war, fuhren wir wieder zurück nach St. Blasien, um über Rothaus nach Bonndorzu kommen. Da diese Umleitung unsere Fahrt um über eine Stunde verkürzte, beschlossen wir in Bonndorf in einem Eiscafé noch etwas zu trinken und diese Abschlusstour 2011 gemütlich ausklingen zu lassen.

Erstaunlicherweise war trotz des tollen Wetters den ganzen Tag fast kein Verkehr auf der Strasse und wir kamen voll auf unsere Kosten. Ich glaube, dass wir alle unseren Spass hatten. Nach diversen Eisbechern sowie heissen und kalten Getränken, fuhr die Schweizer Delegation nach Schaffhausen, die deutsche Delegation fuhr über die Schattenmühle und dem Wutachtal auch nach Hause.

Ich bin froh, dass wir wieder eine Saison mit nur kleinen Vorkommnissen abschliessen konnten. Wir freuen uns bereits wieder auf die nächste Saison mit unseren Töff-Kollegen vom MCH.

Nachtwächterführung vom 9. Dezember 2011

Am Freitag 9. Dezember 2011 trafen sich 13 Erwachsene und vier Kinder um 20 Uhr auf dem Herrenacker zur Nachtwächterführung. So wurde es mir vorab bestätigt. Also gab ich es auch so an alle Mitglieder weiter und erfreulicherweise bekam ich termingerecht von euch die Anmeldungen. Als ich dann beim Tourismus-Office definitiv buchen wollte, hiess es plötzlich, wir könnten als Verein nicht an der öffentlichen Führung teilnehmen. Meine vorgängige Platzreservierung gehe auch nicht und es seien alle Nachtwächter besetzt dass eine private Führung auch nicht möglich sei. Nun war natürlich niemand für dieses Malheur zuständig und ich hatte etwa vier "nette" Damen am Draht; jede wusste etwas anderes. Am Schluss hat mir dann die Lehrtochter die Weihnachtsführung als Alternative angeboten. So wurde es eine Weihnachtsführung mit Schwerpunkt "Die vier Sinne": Sehen, hören, riechen und schmecken. Pünktlich um 20 Uhr kam also unser Guide Frau Küng und begrüsste uns. Schnell schilderte ich Ihr das Vorgefallene und ich glaube, sie konnte unsere Enttäuschung spüren. Kurzerhand krempelte sie Ihr Programm um und passte es uns an. Endlich ging es los! Auf dem Fronwagplatz erzählte sie uns Geschichten über den Tannenbaum und die Brunnen. In der Vorstadt bestaunten wir die Erker und hörten dazu erstaunliches, rochen fast vergessene Düfte und konnten eine Mandarine essen. Über den Platz durch Gassen ging es ins Kloster Allerheiligen. Bei Kerzenschein wurde unser Hörsinn mit einem kleinen Querflötenkonzert verwöhnt. Nachts im Kreuzgang ist es schon etwas gruselig wenn dann Frau Küng die eine oder andere Totentafel erläutert, die sie mit der Taschenlampe beleuchtet. Im Sankt Johann wurde unser Tastsinn auf die Probe gestellt: an den riesigen Säulen sind die Initialen der Steinhauer verewigt. Ich glaube Dank der sehr kompetenten und humorvollen Führung von Frau Küng ist aus der misslungenen Nachtwächterführung doch noch eine spannende Weihnachtsführung geworden. Da es jetzt doch länger gedauert hatte und allen etwas kalt geworden war, gingen wir etwas Warmes trinken. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Teilnehmern entschuldigen und euch danken für das Interesse.

Besichtigung Briefzentrum ZH-Mülligen vom 13. Januar 2012

Am Freitag, dem 13. Januar 2012 trafen wir uns um 18 Uhr im Bahnhof Schaffhausen, um mit der Bahn nach Zürich-Mülligen zu gelangen. Obwohl der Zug ab Schaffhausen mit 8 Minuten Verspätung losfuhr, erwischten wir die weiteren Anschlüsse im Hauptbahnhof Zürich sowie im Bahnhof Altstetten gerade noch, sodass wir nur ungefähr drei Minuten zu spät im Briefzentrum eintrafen.

Nach einer kurzen Theorie durch den ehemaligen Leiter des Briefzentrums Winterthur – René Hutter – und einem anschliessenden Film von zehn Minuten machten wir uns auf den Weg ins Briefzentrum Zürich-Mülligen, das mit einer Grundfläche von 70‘000 m2 und einem Betrieb auf zwei Etagen das grösste Briefzentrum der Schweizerischen Post ist. Es ist das einzige, das internationale Briefpost verarbeitet. Mit Hilfe hochtechnisierter Anlagen und ausgeklügelter Prozesse bewältigen 1200 Mitarbeiter dabei täglich rund 15 Millionen Briefe, Zeitungen, Magazine, Postkarten und Werbesendungen. Würde man diese stapeln, ergäbe das einen Turm von über 45 km Höhe.

Um halb zehn machten wir uns wieder auden Weg nach Schaffhausen. Mit dem Bus fuhren wir zum BahnhoSchlieren, von wo wir dann mit der S12 nach Winterthur und von da mit der S33 nach Schaffhausen fuhren, wo wir noch bis um 1 Uhr etwas flüssiges im Restaurant Falken zu uns nahmen...

Museum des Menschen vom 19. Februar 2012

Am Sonntag, 19. Februar trafen sich Familie Lörli, Familie Baumgartner sowie Teri und Eddie am Bahnhof Schaffhausen, um mit dem Zug nach Zürich zu fahren. Am Hauptbahnhof Zürich angelangt ging es mit der Tram weiter, bis wir nach kurzer Fahrt beim "Museum des Menschen" (www.kulturama.ch) in der Englischviertelstrasse eintrafen. Nach kurzer Wartezeit in der Eingangshalle gesellte sich Familie Stucki, die per Auto angereist war, zu uns.

So begann die spannende Reise – als Rundgang im Museum angeordnet – durch verschiedene Epochen der Menschheit und Tierwelt. So vieles konnte bestaunt, untersucht und betastet werden! Fossilien; Millionen Jahre alt, Dinosaurier-Skelette, aber auch die Menschwerdung wurde ausführlich dargestellt.

In einem separaten Bereich durften grosse und kleine Kinder Schubladen öffnen, Rätsel lösen, etwa von welchen Tieren die Tierfelle stammen usw. Wir konnten unsere Ohren testen, den Blutdruck messen, den Puls anzeigen lassen, den Sauerstoff im Blut kontrollieren usw. Sogar der Mann durfte in die Rolle einer Schwangeren schlüpfen, was dem einen mehr (wegen der Brüste?), dem anderen weniger Spass bereitete.

Danach konnte, wer wollte, noch einen Blick in die "Welt der Gerüche" der letzten Jahrhunderte werfen.

Anschliessend trennte sich Familie Stucki von uns, die per Auto die Heimreise antrat. Wir anderen bestiegen mit Sandwiches, Gerstensaft und Mineral bepackt den Zug, der uns wohlbehalten wieder zurück nach Schaffhausen brachte.

Somit ist die eingangs erwähnte Saison abgeschlossen. Ich hoffe, wir können wieder einer unfallfreien, hoffentlich vom schönen Wetter gezeichneten Saison 2012/2013 entgegentreten, beziehungsweise entgegenfahren...

Euer Fahrwart

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