Fahrwartbericht der Saison 2010/2011

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Traditionsgemäss wurde die neue Saison 2010/2011 mit der Generalversammlung eröffnet. Mit 19 anwesenden Mitgliedern waren wir genau gleich viele wie im Vorjahr. Wie üblich wurden bei der Rangverkündigung an gewisse Mitglieder MCH-Gläser verteilt sowie bekannt gegeben, wer am meisten Punkte und somit den Pokal verdient hat. Ein neuer Pokal kam zum Einsatz, der leider nur noch ein Fassungsvermögen von 2 dl anstelle 5 dl wie beim alten Pokal hat. Da hiess es nun, neu einschätzen. Trotz des geringeren Fassungsvermögens des neuen Pokals kamen einige Mitglieder doch noch in den Genuss von reichlich Alkohol – und wer weniger trank, konnte nun Füllungen organisieren, die natürlich um einiges günstiger ausfielen...
Nun wünschen wir angenehme Unterhaltung beim Fahrwartbericht!

Nachmittagstour Ostschweiz

Der 1. Mai begrüsste uns mit einem milden Frühlingsregen. Die Natur atmete auf, ich fand es nicht so toll, schliesslich stand unsere Eröffnungstour auf dem Programm. Der Blick auf das Wetterradarbild liess nicht auf Sonne hoffen, im Osten sah es jedoch etwas freundlicher aus. Bald läutete das Telefon, Eddie, André und Jürg wollten nacheinander wissen ob die Tour statt findet. Als ich dies bejahte, hielt sich die Begeisterung bei Eddie und André in Grenzen. Um 13:30 Uhr war ich beim Schützenhaus. Jürg wartete schon und Eddie kurvte auch gerade um den Kreisel. Da es immer noch nicht nach Sonne aussah, zwängten sich die beiden auch ins Regenkombi. Zu dritt machten wir uns dann auf den Weg Richtung Steckborn. Weiter ging's via Hörhausen – Mühlheim – Bonau nach Will SG. Im üblichen Verkehrschaos verloren wir uns dort kurz aus den Augen, mein seit Südamerika etwas flexibler Fahrstil hat Jürg kurzzeitig überfordert. Der leichte Regen begleitete uns weiter bis Wattwil. Auf der engen, kurvenreichen Strecke nach Hemberg hörte es auf zu regnen, die Strasse war aber noch nass. In einem schönen Kaffee in Brunnadern legten wir eine Pause ein. Man merkte, dass die Menschen hier kleiner sind; Jürg jedenfalls konnte im Restaurant nicht aufrecht stehen, ohne den Kopf schief zu halten. Nach Kaffee, Cola und preisgekrönter Torte zwängten wir uns wieder in den Ostfriesennerz. Draussen regnete es nicht mehr. Via Bazenheid fuhren wir wieder nach Will SG und dort auf die Autobahn – es begann wieder leicht zu regnen. Kurz vor 17 Uhr nahmen wir die Ausfahrt Feuerthalen und verabschiedeten uns von Eddie. Ein paar Minuten später bog Jürg auf die Bachstrasse ab. Auf den letzten Kilometern bis Hemmental schüttete es als Schlussbouquet wie aus Kübeln und so war ich froh, dass Ronit zu Hause ein wärmendes Feuer entfacht hatte.

Pfingsttour Riquewihr im Elsass vom 22. bis 24 Mai 2010

Eine Pfingsttour beginnt meist schon einige Wochen vor der eigentlichen Tour. Die Region haben wir bereits im Oktober festgelegt, es sollte in die Vogesen oder ins Elsass gehen. Nach dem ich im Februar einige Stunden vergeblich im Internet nach einem Hotel gesucht hatte, half mir Eddie. Nach ca. 50 Anfragen bei Hotels von Eddie und mir wurde ich dann endlich im März fündig. Nun sollte das Wetter nur noch schön sein, denn die letzten dreimal, als wir im Elsass waren, regnete es jeweils.

Bei idealen Temperaturen und schönstem Wetter starteten wir beim Schützenhaus auf der Breite mit sieben Töffs und fünf Sozias durch das Klettgau nach Stühlingen. Kaum gestartet verloren die einen auch schon ein paar Kleinigkeiten. Marcel stoppte kurz und sammelte die Gegenstände ein. Über eine uns bestens bekannte Route über Birkendorf – wo die einen ca. 20 Rehe und Hirsche in einer Waldlichtung sahen – St. Blasien bis nach Präg, wo wir zum Kaffee stoppten. Leider hatte es keine Gipfeli, obwohl die Wirtin regelmässig von den Gästen danach gefragt wird. Nach dem letzten uns bekannten Teilstück nach Schönau ging's durch den Schwarzwald weiter über schmale, kurvige, uns kaum bekannte Strassen Richtung Badenweiler – Müllheim. Für die Umfahrung von Mulhouse fuhren wir einige Kilometer über die Autobahn und schon waren wir in Frankreich. In Burnhaut ging's wieder auf kleinen Strassen Richtung Mesevaux – Bitschwiller – Willers-Thur, wo es Zeit zum Essen war. Wie gewohnt suchten wir uns ein gemütliches Restaurant und es war für einmal keine Pizzeria. Als wir wieder zu den Töffs zurück kamen, fand Marcel schon die ersten reifen Bananen an einer Palme. Frisch gestärkt und gut gelaunt fuhren wir über den Grand Ballon nach le Markstein und weiter über den Col du Platzerwasel bis Sondernach. Nach einem kurzen Stopp auf einem kleinen Rastplatz entdeckten wir zufällig den Wegweiser nach "Petit Ballon". Da dieser mehr oder weniger auf unserer Route lag, konnten wir diesen Pass natürlich nicht einfach links liegen lassen, und bereits waren wir in Munster, wo wir schon 1990 auf der Pfingsttour übernachtet hatten. Über den Hohrodberg kamen wir nach Orbey und weiter über den Col de Freland nach Ribeauville – Riquewihr, wo wir unser Hotel etwa 500 Meter ausserhalb des historischen Stadtkerns bezogen. Nachdem sich alle frisch gemacht hatten, konnten wir noch die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bier oder Glas Wein in einem gemütlichen Restaurant geniessen. Und schon wieder assen wir nicht in einer Pizzeria, sondern in einem bürgerlichen Elsässer Restaurant. Den Schlumi gab's dann noch in einer Bar im Keller.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe ging mehr den schönen Ortschaften nach:

Bericht von Jürg: Am Sonntag, 23. Mai 2010 machte sich die Gourmet-Truppe daran mit ihren Zweirädern die Weinstrasse zu erkunden. Mit gutem Tempo ging es Richtung Süden durch wunderschöne, verschlafene Dörfer mit so klingenden Namen wie Kaysersberg, Katzenthal oder Pfaffenheim. Im Guebwiller genehmigten wir uns bei einem Mittagshalt in einem Café etwas zu trinken und einen Flammenkuchen, den wir von der benachbarten Pizzeria kommen liessen. Auf ungefähr demselben Weg kurvten wir wieder zurück nach Riquewihr, in dessen malerischen Städtchen wir uns mit Souvenirs und Naschereien eindeckten.

Und wir anderen konnten endlich mal bei schönstem Wetter das Elsass erkunden. Ein kleines Stück über die Weinstrasse bis nach Bergheim, dann scharf links und schon ging's ins Vergnügen über kleine, schöne Strassen an Thannenkirch über den Col de Fouchy nach Ville. Und schon kam das nächste schöne Tal hinauf zum Col du Kreuzweg (nicht auf dem Randen). Über eine kleine Verbindungsstrasse ging's zum Col de la Charbonnière zum Champ du Feu auf rund 1100 Meter Höhe, wo wir der Höhenstrasse bis zum Gedenkmonument Struthof folgten. Nach einem kurzen Besuch erfuhren wir, dass von 1941 bis 1944 rund 52’000 Personen aus ganz Europa hier deportiert wurden und davon 22'000 Personen infolge miserabler Bedingungen starben. Für uns ging's nach Schirmeck und weiter zum Col du Donon, nach Allarmont, wo wir uns in einer lauschigen Gartenwirtschaft stärkten. Dem kurvigen schönen Tal entlang fuhren wir bis Raon-l’Etape und über die Schnellstrasse vorbei an Saint Dié. Bei Bertrimoutier fuhren wir dem Flüsschen Morte entlang bis Fraize und weiter zum Col du Bonhomme wo es scharf rechts auf einem Höhenzug zum Col de la Schlucht ging. Über den Col du Wettstein – Orbey kehrten wir am späten Nachmittag zum Hotel zurück. Nach einer kurzen Erfrischung ging's wieder gemeinsam zum Nachtessen in eine Pizzeria ins Städtchen, wo wir aber nicht nur Pizzas erhielten - wir waren ja im Elsass.

Am Sonntagmorgen rüsteten wir uns für die Rückfahrt. Karl, der eine Magenverstimmung hatte, und Karin verabschiedeten sich von uns und nahmen den direkten Weg nach Hause. Für uns ging's Richtung Süden über den Col du Calvaire – Col de la Schlucht – Col des Feignes – Col Bramont nach Fellering – Bussang – St Maurice und nun kam noch der krönende Abschluss im Elsass der Col du Ballon. Noch einmal genossen wir die französische Küche, bevor es über die Autobahn zurück in den Schwarzwald nach Badenweiler ging. Jetzt ging's durch den Südschwarzwald zurück nach Schaffhausen, wo wir am späten Nachmittag nach einer wunderschönen Pfingsttour eintrafen.

Tagestour NIX NEUES vom 27. Juni 2010

Pünktlich um 9:00 Uhr trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein an unserem beliebten Treffpunkt auf der Breite. Zu unseren Clubmitgliedern gesellte sich noch ein neues Gesicht dazu; Jürgen, ein Arbeitskollege aus der IWC. Da das Fahrkönnen von Jürgen nicht bekannt war, reihten wir ihn erst einmal vorne ein, wo er unter strenger Beobachtung erst einmal sein Können unter Beweis stellen durfte. Über bekannte Nebenstrassen fuhren wir in den Schwarzwald, weshalb die Fahrt ja auch "Nix Neues" hiess. Nach etwa einer Stunde machte sich bereits die übliche Kaffeelust bemerkbar, diese musste allerdings noch einmal für etwa eine halbe Stunde warten. Bevor wir unsere Bestellung aufgeben konnten, durften wir erst einmal eine "Trockenübung" unseres Präsidenten betreffend Kurventechnik und Fahrzeugbeherrschung geniessen. Am geselligen runden Tisch konnten wir dann endlich unseren Durst stillen. Nach dieser kurzen Pause fuhren wir dann weiter in den Schwarzwald hinein. In üblicher Manier fuhren wir an einer Barriere, die die Strasse sperrte, vorbei, um dann auf einem schmalen Weg die fast unberührte Natur zu geniessen. In der Nähe vom Hexenloch mussten wir noch ein Stück Offroad fahren, was aber keine Schwierigkeit darstellte. Unterwegs informierte Marcel, dass er immer wieder Aussetzer an seinem Motorrad hätte, obwohl das Motorrad gerade erst im Service war. Bei unserem Stopp zum Mittagessen nahmen wir uns der Sache an und fanden nach kurzer Zeit die Ursache. Es war die Batterie; ausnahmsweise mal nicht bei meiner Twin. Mit dem bewährten und oft erprobten Werkzeug wurde die Schraube angezogen und Marcel konnte die Fahrt nach unserem Mittagessen fortsetzen. A propos Mittagessen: Es dauerte recht lange, bis wir alle unser Essen hatten. Die einen waren schon fertig, während andere noch gar nicht angefangen hatten. So idyllisch wie die Dekoration war, so langsam war leider auch der Betrieb. Gut gestärkt querten wir auf einer kleinen Nebenstrasse zwei Täler und fuhren so in Richtung Kinzigtal. Über das Elztal und das Prechtal näherten wir uns dann über Furtwangen dem Linacher-Stausee. Peti meinte bei diesem Stopp, dass er dringend tanken müsste, worauf wir uns zur nächst gelegenen Tankstelle in Richtung Hüfingen aufmachten. Auf dem Weg dahin ärgerte er noch ein wenig seine Freundin Kerstin und täuschte akuten Benzinmangel vor, was er durch ruckeln am Gas simulierte. An der Tankstelle trennten sich dann unsere Wege, alle machten sich in Richtung Heimat auf. Alle? Nein, alle ausser Peti, der wollte noch ein paar Kilometer mehr machen und beschloss, sich in Richtung Bonndorf aufzumachen, um Eis essen zu gehen. Daheim angekommen, tranken Elli und ich erst einmal ein Bier, glücklich darüber, wieder eine schöne und unfallfreie Tour mit unseren Motorradkollegen genossen zu haben. Bis zum nächsten Mal.

Abendtour Donautal vom 26. Juli 2010

Gegen 18 Uhr trafen sich Eddie, André, Ronit und Christoph, Cäcilia und Marcel, Dino, Hasso, Petra und Michael bei tropischen Temperaturen beim Schützenhaus in Schaffhausen. Los ging es über die Hochstrasse nach Thayngen – Hilzingen, dem Mägdeberg und weiter Richtung Aach. An der Aachquelle vorbei über Eigeltingen – Heudorf – Neuhausen ob Eck hinunter ins Donautal. Dann Richtung dem Kloster Beuron, das uns mit seiner grossen Klosteranlage begrüsste. Von dort fuhren wir immer der Donau entlang, eingerahmt von weissen Felsen im herrlichen Abendlicht. Vorbei an Hausen im Tal erreichten wir Thiergarten, wo wir in einem historischen Gutshof am Donauradweg Einkehr hielten. Nach einer Stärkung und reichlich Flüssigkeitszufuhr starteten wir unsere Tour auf die Donautalhöhen wieder Richtung Hausen im Tal. Dort verliessen wir das Tal und fuhren über Schwenningen – Gnadenweiler ins Bärental. Nach dem Bärental ging es Richtung Königsheim und über den Heuberg nach Dürbheim. Fernes Wetterleuchten in unserer Fahrtrichtung liess unsere Hoffnung auf ein trockenes Tourende schwinden. In Wurmlingen war es noch trocken, aber im Möhringer Tal erwischte es uns kurz. Dann hatten wir Glück und unsere Strecke über Immendingen – Kirchen – Hausen – Riedöschingen – Kommingen – Bargen führte uns am Gewitter vorbei, sodass wir trocken am Bahnhof in Schaffhausen ankamen.

Tagestour «au bord des lacs»

Wären wir nur auf der Autobahn geblieben...
Um halb zehn morgens trafen wir uns am 8.8.2010 bei der BP-Tankstelle in Andelfingen. Zu siebt galt es zuerst zu entscheiden, ob wir die 500 Kilometer lange Pässetour oder lieber die Tour "au Bord des lacs" (also den Seen entlang) mit knapp 300 km fahren sollen. Da das Wetter morgens noch schön, tagsüber in den Voralpen dann eher unbeständig werden sollte, entschieden wir uns für die Seentour. Über die Autobahn fuhren wir via Effretikon und streiften zuerst den Pfäffikersee, dann den Greifensee, bevor wir dann kurz vor dem Zürichsee bereits das Regenkombi überziehen mussten. Wir fuhren weiter Richtung Sattelegg, wo wir beim Wägitalersee in einer urchigen Beiz zu Mittag assen. Kurz nach der Weiterfahrt um den Wägitalersee konnten wir uns bereits wieder ins Regenkombi zwängen. Via Sattelegg fuhren wir zum Sihlsee, den wir quasi über die mitten über den See führenden Brücke "durchquerten". An Biberbrugg vorbei gelangten wir wieder im Trockenen über den Raten an den Ägerisee, den wir auch halbwegs umrunden wollten. Doch plötzlich berichtete André von ein Problem, das er bereits im Laufe des Tages angesprochen hatte: Er meldete einen Druckverlust seiner Hydraulikkupplung. Es stellte sich dann heraus, dass der Kabelzug seiner Kupplung gerissen war. Wir begleiteten ihn noch via Seewen SZ auf die Autobahn bis nach Cham, von wo er alleine bis nach Hause fuhr. Wir anderen verabschiedeten uns noch von Christoph und Ronit und legten in Cham einen kurzen Tank- und WC-Stopp ein. Danach hängten wir noch ein paar Kurven beim Ägerisee und Etzel an, zumal das Wetter wieder mitzumachen schien. Wieder in Grüningen im Zürcher Oberland angelangt, begann es wieder zu regnen. Wir entschieden spontan, in einer Besenbeiz einzukehren und das Ende des Regens abzuwarten. Nach einer knappen dreiviertel Stunde setzten wir unsere Fahrt im Trockenen fort. Kurz vor Uster begann es abermals zu giessen, diesmal jedoch wie aus Kübeln. Da es bis nach Hause nicht mehr weit war, stülpten wir uns das Regenkombi nicht mehr über; dafür wurden wir bis auf die Knochen nass. Kurz vor der Autobahnauffahrt Effretikon waren die Strassen wieder trocken und es schien die Sonne. So konnten wir bis zu Hause beinahe wieder trocknen. Kurz gesagt fanden wir heute abseits der Autobahn Regen und nasse Strassen vor - hingegen auf der Autobahn hatten wir immer Sonnenschein und trockene Strassen...

Sommertour Ligurien vom 2. bis 5. September 2010

Es ist Donnerstagnachmittag, 2. September. Der Töff steht gepackt und fahrbereit auf dem Parkplatz in Cham. Um 16:30 Uhr fahren André, Eddie, Peter und Kerstin vor. Nach kurzer Begrüssung geht’s gleich weiter Richtung Andermatt und über den Gotthardpass ins sonnige Tessin. Auf der Raststätte füllen wir die Tanks und genehmigen uns einen Schluck Wasser. Wir verlassen die Autobahn Richtung Locarno. Wir zwängen uns mehr oder weniger elegant am Feierabendstau vorbei, wobei wir das Strassenverkehrsgesetz recht grosszügig auslegen. Noch ein paar Kilometer im heissen und stickigen Tunnel, dann haben wir es geschafft. Wir geniessen die kurvenreichen Strassen am Lago Maggiore entlang nach Verbania. Gegen 19:30 Uhr erreichen wir unser Tagesziel; unser wohlbekanntes Hotel Beata Giovannina direkt am See. Diesmal haben wir die ruhigeren Zimmer mit Seesicht reserviert. Nach kurzer Dusche treffen wir uns auf der Terrasse, geniessen ein kühles Bier und einen fantastischen Sonnenuntergang. Der einzige Wehrmutstropfen ist die unfreundliche und unmotivierte Servierdüse.

Als wir am Morgen unser Frühstück einnehmen wollen, müssen wir feststellen, dass das Restaurant noch geschlossen ist. Eine Angestellte wartete auch vor verschlossener Tür. Gemeinsam schaffen wir es den Wirt aus dem Bett zu klopfen. Entgegen unserer Befürchtung ist das Frühstück dann aber ganz OK, nur Peti ist absolut nicht glücklich damit… Gegen 9 Uhr fahren wir los, es stehen uns erst ein paar mühsame Autobahnkilometer bevor. In Novi Liguri verlassen wir die ungeliebte Strasse und biegen ab Richtung Busalla. Nach unzähligen Kurven – es ist inzwischen auch recht heiss – erreichen wir die Küste. In Sestri Levante biegen wir auf das enge Küstensträsschen ab, welches nur im Einbahnverkehr befahren werden kann. Nach kurzer Wartezeit vor dem ersten Tunnel sind wir an der Reihe. Bald steigt die Strasse wieder in die Höhe um nach ein paar Kilometern wieder an die Küste abzufallen. In Levanto haben wir unser Etappenziel erreicht. Jetzt nur noch schnell eine Bleibe finden und ab ins Meer. Levanto, so lernen wir, ist ein sehr, sehr beliebtes Ferienziel und so haben wir etliche Mühe, drei Doppelzimmer im selben Hotel zu finden. Mit Hilfe des Tourist-Office und etwas Glück werden wir an top zentraler Lage fündig. Wir vereinbaren eine Zeit zum Nachtessen und jeder verschwindet in seinem Zimmer. André, Eddie, Ronit und ich beschliessen den Strand aufzusuchen, Peti und Kerstin machen einen Bummel durch das Städtchen. Am Strand verstehen wir dann auch warum alle Hotels voll sind. Trotzdem finden wir einen Quadratmeter Sand, um unsere Badetücher zu deponieren. Selbstlos wie Eddie ist, verzichtet er auf einen Schwumm im Meer und passt auf unsere Sachen auf. Noch ein kühles Bier und wir fühlen uns wie neugeboren. Kurz vor 20 Uhr machen wir uns auf dem Weg zum Nachtessen. Wir treffen es gut, das Essen schmeckt ausgezeichnet. Danach darf ein Besuch bei der Gelateria natürlich nicht fehlen. Zum Ausklingen des lauen Abends finden wir eine nette Kneipe mit Livemusik. Ronit’s Abend klingt sehr schnell aus und so verabschieden wir uns Richtung Hotel.

Am Morgen geniessen wir das feine Frühstücksbuffet im Palmengarten. Wieder aufgepackt fahren wir los Richtung La Spezia. Wir nehmen ein kurzes Stück Autobahn, um das Zentrum zu umfahren. In Aulla folgen wir der schönen und kurvenreichen SS62 dem Tal entlang bis Fornova di Taro. Bald schon verlassen wir die von mir geplante Route. Das italienische Wegweiser-System habe ich leider nicht verstanden und so kann ich euch leider nicht mehr genau sagen, wo wir durchgefahren sind. Mit André's Unterstützung stimmt aber zumindest die Himmelsrichtung. In einem kleinen Dörfchen machen wir Mittagspause. Kulinarisch haben wir wieder einen Volltreffer gelandet; ein richtig authentischer, italienischer Landgasthof. Das Essen schmeckt ausgezeichnet. Nur die Flasche Wein auf dem Tisch müssen wir leider stehen lassen. Nach wenigen Kilometern endet dann die asphaltierte Strasse abrupt. Da uns etwas Schotter nicht wirklich erschrecken kann, fahren wir weiter. Bald ähnelt die Strasse eher einer Sandpiste. Wir konsultieren einmal mehr die Karten, aber die helfen auch nicht weiter. Wir studieren einen Wanderwegweiser und entscheiden uns gefühlsmässig. Mit Glück und fahrerischem Können erreichen wir alle den sicheren Asphalt. Eddie wird kurze Zeit später noch von einer vierbeinigen Biene gestochen. André hat die nötige Medizin und Kerstin verarztet den Patienten, das nenne ich Teamwork. Gegen Abend treffen wir in Bobbio ein. Hier ist es kein Problem, ein Zimmer zu bekommen. Nach einem gemütlichen Stadtbummel diskutieren wir eine Weile über das geeignete Restaurant für das Nachtessen. Auch diesmal treffen wir die richtige Wahl, das Essen schmeckt sehr fein.

Am Morgen fahren wir zuerst Richtung Piacenza, wo uns auf der Umfahrungsautobahn ein paar Radfahrer entgegenkommen. Zum letzten Mal hadere ich mit den italienischen Wegweisern. Schliesslich finden wir die Auffahrt Richtung Milano. Nun stehen uns ein paar langweilige Autobahnkilometer bevor. Auf der Raststätte Coldrerio gönnen wir uns einen Kaffee und füllen die Tanks. Wir sind froh, als wir in Biasca endlich die Ausfahrt Richtung Lukmanier-Pass nehmen können. Das Mittagessen nehmen wir in einem netten Gartenrestaurant ein, bevor wir die letzten schönen Kilometer über den Lukmanier und Oberalppass unter die Räder nehmen. Dann folgt der übliche Nachhauseweg über die Autobahn. Ronit und ich verabschieden uns Richtung Cham, die anderen haben noch eine gute Stunde bis nach Hause.

Aus meiner Sicht war es wieder eine gelungene Sommertour mit gewohnt herrlichem Wetter. Wer nicht dabei war hat sicherlich etwas verpasst.

Familienanlass Beringer Randen vom 25. September 2010

Leider war für den Samstag, 25.09.2010 der Wetterbericht ganz schlecht, so dass Harry und ich uns für ein Nachtessen im Beringer Randenturm entschieden. Am frühen Abend fuhren Familie Baumgartner, Lörli, Stucki, Leu und Kunz Richtung Schaffhausen auf den Parkplatz im Engeweiher, wo Jürg noch zu uns stiess. Nun ging es zu Fuss zum Restaurant Beringer Randenturm, wo ein Tisch für uns reserviert war. Die Kinder erkundeten den Spielplatz und die Eltern studierten schon mal die Speisekarte. Nach einem feinen Nachtessen bestiegen die Einen den Turm und genossen das Lichtermeer von Beringen. Ein gemütlicher Abend für Klein und Gross ging zu Ende.

Kegeln vom 19. November 2010

Eine stattliche Gruppe traf sich am Freitagabend, 19.11.2010 im Restaurant Stadion in Schaffhausen zum Kegeln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der nicht mehr ganz neuen Kegelbahn rollte schon bald die erste Kugel. Fleissig wurde gekegelt, so dass die Einen eine Stärkung brauchten. Beim Einsargen ging es dann so richtig zur Sache. Trotz der starken männlichen Konkurrenz haben Ronit und ich das weibliche Geschlecht mit dem 5. und 2. Platz nicht schlecht vertreten. Bei uns zu Hause gab es noch einen Schlumi. Es war ein amüsanter Abend, an dem viel gelacht wurde.

Christkindelmarkt D-Konstanz vom 11. Dezember 2010

Bereits zum zweiten Mal sind wir mit der Bahn an den Christkindelmarkt nach D-Konstanz gefahren. Im Zug stimmten wir uns ein wenig ein und schon bald war klar: Die Frauen gehen Shoppen und die Männer gehen ins Pub. In Konstanz angekommen schlenderten wir zuerst durch den Markt. Da es gerade zwölf Uhr war, kamen uns die vielen Verpflegungsstände gerade recht. So stärkten wir uns für den Rest des Marktes und die anstehende intensive Shoppingtour. Die Frauen verbrachten den Nachmittag in den Läden und wir Männer im Pub. Kurz vor der Rückfahrt mussten noch die Zollformalitäten erledigt werden. Mit den Einkaufstrophäen fuhren wir am frühen Abend wieder nach Schaffhausen, wo wir den Abend bei einem gemütlichen Essen im Restaurant Musikhof ausklingen liessen.

Maestrani-Schoggifabrik, Flawil

Am Mittwoch, 19. Januar 2011 um 17:00 Uhr trafen wir uns bei eisiger Bise auf dem Schützenhaus zum Besuch der Schoggifabrik Maestrani in Flawil. Sandra und Stefan, Jaqueline und Beni, Petra und Michael, Teri und Eddie, Mario und ich füllen drei Autos und ab geht’s. Nach einer knappen Stunde Fahrt parkieren wir vor der Fabrik. André, der direkt von der Baumesse in München kommt, ist bereits da.

Zuerst stürmen wir den Fabrikladen und wie zu erwarten, sind bei den einen die Augen grösser als der Magen oder die guten Vorsätze fürs Neue Jahr. Wir deponieren die mehr oder weniger vollen Plastiksäcke in den Autos und dann empfängt uns unser Guide; eine nette Dame mit französischem Akzent. In fünf Kurzfilmen lernen wir allerhand interessantes zur Geschichte der Firma Maestrani und zur Schokoladenherstellung im Allgemeinen. Dazwischen gibt es immer wieder ein paar Versuecherli, mal für alle, mal nur für diejenigen, die die richtige Antwort wissen.

Danach besuchen wir das kleine Museum und dann geht es in die Fabrik. Von nun an ist fotografieren verboten. Wir sehen, riechen und spüren, wie die Schokolade hergestellt und zum Teil auch verpackt wird. Immer wieder dürfen wir ein Müsterli probieren. Besonders gut schmeckt uns das Schöggeli frisch vom Produktionsband.

Nach ca. 1.5 Stunden fahren wir wieder Richtung Heimat zurück. Im Schützenhaus möchten wir noch einkehren, doch daraus wird nichts; Wirtesonntag! Der nächste Treffpunkt ist somit das Restaurant Frohsinn, wo wir den Tag mit ein paar Bierchen ausklingen lassen.

Swiss-Moto Zürich

Bei regnerischem Wetter fuhren wir am Sonntag, 20. Februar morgens per PW nach Zürich-Oerlikon an die Swiss-Moto. Dank genügend Gratis-Eintrittskarten organisiert von Karin und Karl Kunz konnten wir uns den Eintrittspreis von CHF 20.- sparen. In zwei Gruppen informierten wir uns während vier Stunden über die neuesten Trends in Sachen Motorräder, Trikes, Quads, Töffzubehör, Bereifung, Ersatzteile, Tuning, Bekleidung, Schmierstoffe, Reinigung, Versicherungen, Reisen, Touren, Fachliteratur und vieles mehr. Ausserdem gab es allerlei Infos zum

Oder mit Action verbunden:

Um 14 Uhr trafen wir uns wieder beim Eingang und tranken noch etwas, bevor jeder seiner Wege ging...

Mondscheinbummel Schlatt

Am 19. März war der Mondscheinbummel mit Besuch der Vollmondbar in 8247 Flurlingen vorgesehen gewesen, doch leider hat der Organisator drei Wochen vorher erfahren, dass die Vollmondbar per Ende 2010 eingestellt wurde und somit eine Alternative gesucht werden musste. Wir trafen uns also um 18:30 Uhr beim Schützenhaus in Schaffhausen und fuhren per Auto nach Schlatt TG, wo wir unsere Autos auf dem Gelände der Firma Stäheli Transporte abstellten. Von da an spazierten wir ohne grosse Höhendifferenzen mit einem kleinen Bogen zum Restaurant Kundelfingerhof, wo wir uns mit Fisch stärkten. Danach machten wir uns auf den Weg zurück zu den Autos, wo eine kleine Überraschung wartete: In der Halle der Firma Stäheli Transporte war Feststimmung, wo wir uns dazu gesellten. Grund für das alljährliche Fest ist folgender: Im März vor 25 Jahren begann Rolf Stäheli mit zwei Kollegen, ihre Motorräder zu reinigen und danach noch ein Bier zu trinken. Es sprach sich herum und Jahr für Jahr wurden es mehr putzwillige. Dieses Jahr wurden gegen 20 Töffs gezählt. Uns wurden unterhaltsame, interessante Geschichten erzählt und auch gleich mit Fotobüchern untermauert...

Somit ist die eingangs erwähnte Saison abgeschlossen. Ich hoffe, wir können wieder einer unfallfreien, hoffentlich vom schönen Wetter gezeichneten Saison 2011/2012 entgegentreten, beziehungsweise entgegenfahren...

Euer Fahrwart

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