Traditionsgemäss wurde die neue Saison 2002/2003 mit der Generalversammlung eröffnet. Es wurde ein neuer - im Vergleich zu den vorherigen - riesiger Pokal eingeweiht.
Nachmittagstour Schwarzwald
Am Tag der Arbeit führte uns Christoph auf der ersten Ausfahrt in den Schwarzwald. Auf dem Heimweg mussten wir leider bereits das Regenkombi montieren. Im Anschluss an den Ausflug besprachen wir bei André noch einige Details zu den Ferien in Griechenland im September.
Pfingsttour Vogesen
Wir schrieben Mittwoch vor Pfingsten. Der Wetterbericht prognostizierte schönes und warmes Wetter bis Freitagabend. Für Samstag waren kühle Temperaturen, Regen und Sturm von Westen her angesagt, am Sonntag sollte der Morgen noch verhangen sein, evtl. gäbe es da und dort noch einige Spritzer. Zu aller Freude dürfte dann aber der Montag wieder mit Aufhellungen aufwarten können. Fazit: Auch dieses Jahr würde uns der Regen (diesmal hoffentlich kein Schnee) auf der Pfingsttour begleiten, wie es eigentlich schon zur 14 jährigen Tradition unseres Clubs gehört...
Entgegen der Vorhersage des Wetterberichtes starteten wir am Morgen des Pfingstsamstag in Hemmental bei schönem Wetter. Über den Randen begannen wir unsere Reise, deren Ziel Saint-Hippolyte in den Vogesen (Frankreich) war. Via Stühlingen packten wir den Einstieg in den Schwarzwald an, wo wir einige sehr verkehrsarme Nebenstrassen nutzten. Obwohl wir bereits einige Ausflüge in den Schwarzwald hinter uns hatten, trafen wir immer wieder auf Strassen oder Orte, auf oder an denen bis anhin noch niemand des Clubs zuvor war. Kurz nach der Grenze zu Frankreich legten wir eine zweistündige Mittagspause ein, in der wir uns schon mal auf die französische Küche einstimmten. Gegen 15 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg, eine Stunde später trafen wir in unserem Reiseziel ein. Während wir unsere Motorräder entluden und unsere Unterkunft im Hôtel Munsch bezogen, begann es zu regnen. Angesichts der verbleibenden Zeit gestaltete sich das folgende Programm eher gemütlich - dachten wir... Doch dem war nicht so! Kaum einen Motorradstiefel in die Eingangshalle des Hotels gestellt, wurden wir auch schon mit Fragen gelöchert wie "wie wir denn die Rechnung bezahlen möchten" oder "ob wir das Nachtessen im Hotel einnehmen werden oder nicht", da wir nur Zimmer mit Frühstück reserviert hatten. Also studierten wir die Speisekarte, die einen guten Eindruck hinterliess. Nach weiteren Eindrücken an der Bar entschlossen wir uns aber, das Nachtessen irgendwo im Dorf einzunehmen, welches wir kurz danach bei aufhellendem Himmel erkundeten. Schliesslich wurden wir in einem heimeligen Restaurant fündig. Bei einheimischen Spezialitäten liessen wir uns dann verwöhnen und schlugen uns die Bäuche voll. Gegen Mitternacht waren wir wieder im Hotel zurück und bekamen noch mit Mühe und Not einen Schlummertrunk an der Bar des Hotels.
Sonntag um neun Uhr morgens am Frühstückstisch erwartete uns kein überwältigendes Frühstücksbuffet. Auch wurden wir bereits wieder befragt, ob wir das Abendessen im Hotel einnehmen werden, was wir aufgrund dieser erneuten Aufdringlichkeit verneinten. Eine Stunde später schwangen wir uns bereits auf unsere fahrbaren Untersätze und begaben uns in Richtung der ersten Hügel. Die Strassen waren schon grösstenteils abgetrocknet. Der Weg führte uns bei Turckheim und Orbey vorbei, über den Col de Bonhomme und den Col de Ste Marie Richtung Villé. Kurz nach Mittag schalteten wir auf dem Champ du Feu eine Pause ein, da sich ein unliebsamer Zwischenfall ereignete... Hunger hatten wir zwar noch keinen, gegen etwas Flüssiges hatten wir jedoch nichts einzuwenden. Allerdings war das nicht so einfach. Da das Innere des Restaurants noch mit Gästen besetzt war, erhielten wir die Auskunft, dass wir auf der Terrasse erst gegen 15 Uhr etwas zu trinken erhalten würden. Nach einem kurzen Aufenthalt auf der sonnigen Terrasse begaben wir uns mit einem mittlerweile aufgetauchten Hungergefühl in Richtung Tal, wo wir in die erste gemütlich scheinende Bar einkehrten. Doch leider stand die nächste schlechte Nachricht ins Haus: Es gebe in dieser Bar nichts zu Essen - nicht einmal ein Sandwich. Im nächsten grösseren Ort steuerten wir dann auf eine Konditorei zu, welche geöffnet hatte und wo wir etwas zwischen die Zähne bekamen. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit begaben wir uns in Richtung Hotel und zwar mit knappen Treibstoffreserven. Wir steuerten einige Tankstellen an, gleichwohl standen wir nun erneut vor einem Problem: Die Automaten nahmen kein Bargeld, nur Kreditkarten. Es stellte sich aber heraus, dass die diversesten schweizerischen Kreditkarten nicht akzeptiert werden. Was nun? Bei Einheimischen holten wir uns die Information, dass es ein paar hundert Meter weiter eine bediente Tankstelle habe. Mit dem letztem Tropfen fuhren einige von uns bis an die rettende Tankstelle. Unbesorgt konnten wir nun noch die letzten Kilometer bis ins Hotel hinter uns bringen. Nach einer erfrischenden Dusche bummelten wir - zwecks Restaurantreservation - wieder durchs Dorf. Unser heutiger Favorit war leider bereits ausgebucht. So versuchten wir es nochmals im gestrigen Restaurant, wo wir glücklicherweise wieder "Asyl" erhielten und uns erneut verwöhnen lassen konnten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am Montagmorgen hiess es nun wieder, das Hotelzimmer zu räumen und unsere zweirädrigen Vehikel zu beladen. Als alle startklar waren, unternahmen wir zuerst einen kleinen Abstecher auf die Haut-Koenigsbourg, von wo aus man eine schier endlose Aussicht hat. Danach knöpften wir uns noch ein paar Kurven vor. Wie schon am Sonntag hatten wir auch heute das Problem, unserem Gaumen etwas Gutes zu tun. Schliesslich wurden wir in einem gemütlichen Gartenbeizli noch fündig und konnten unseren Hunger stillen. Über den Schwarzwald begaben wir uns wieder Richtung Heimat und gegen 18 Uhr trafen wir in Hemmental ein, wo wir auf die zu Ende gegangene Pfingsttour 2002 anstiessen.
Dies war unsere erste Pfingsttour, an der wir kein Regenkombi überziehen mussten. Glücklicherweise konnten wir uns diesmal nicht auf den Wetterbericht verlassen! Nun können wir für die nächste Pfingsttour nur hoffen...
Tagestour Ostschweiz
Bernhard organisierte Mitte Juni eine Tagestour auf Nebenstrassen durch die Kantone Thurgau, Appenzell, St. Gallen und Schaffhausen. Es herrschte schönes Wetter und heisse Temperaturen, trotzdem wurden wir über die Schwägalp von einem Platzregen begleitet, der zeitweise so heftig war, dass wir anhalten und einen schützenden Unterstand suchen mussten. Zurück in Wattwil sah es aus, als hätte es nie geregnet und schon hatten uns die heissen Temperaturen wieder
Tagestour Innerschweiz
Mitte Juli führte der Fahrwart seine Tour in die Innerschweiz durch. Leider hatte der Wetterbericht nicht sehr schönes Wetter prognostiziert und zudem hatten die Ferien bereits begonnen. Dies mag erklären, weshalb nur zwei Mitglieder an diesem schönen Ausflug auf trockenen Strassen teilnahmen.
Abendtour Thurgau
Am ersten August-Samstag führte Jürg die Abendtour durch. Nach der einstündigen Fahrt kehrten wir in Herten (zwischen Altikon und Ellikon an der Thur) rechterhand in Trudis Besenbeiz ein. Die Speisekarte ist für den kleinen Hunger optimal. Nach Trudis Auskunft hätten wir für einen Pouletschenkel allerdings 90 Minuten warten müssen; für Spaghetti prophezeite sie sogar einen halben Tag Wartezeit - die Sauce müsse so lange ziehen... Jedenfalls bekamen schlussendlich alle das Bestellte, und an der Qualität gab es nichts auszusetzen! Ein Besuch in dieser urchigen Beiz ist recht lustig und für Geduldige empfehlenswert. Nachdem alle gesättigt waren, kurvten wir über Nebenstrassen nach Hemmental, wo wir beim Präsidenten noch zu einem kleinen Snack eingeladen wurden.
Tagestour Süddeutschland
Drei Wochen später führte uns Martin W. bei zeitweise bewölktem Himmel in den süddeutschen Raum. Bei Stein am Rhein passierten wir die Landesgrenze. Anschliessend fuhren wir durch Orte wie Ludwigshafen, Saulgau, Riedlingen, Gammertingen, Messstetten, Bubsheim, Tuttlingen und Blumberg, wo wir wieder beinahe zu Hause waren. Unterwegs gönnten wir uns noch eine schöne Mittagspause und später noch eine kleine Pause gegen den Durst. Im Restaurant Schützenhaus warf Martin noch eine Runde auf, da er quasi schon Geburtstag hatte. Im Anschluss trafen wir uns noch kurz bei Christoph, um ein paar Einzelheiten der bevorstehenden Griechenland-Ferien zu besprechen.
Ferien Griechenland
Es folgt der Bericht der zweiwöchigen Griechenland-Ferien. Bereits im Jahr 2000 haben wir die Ferien in Griechenland (Peloponnes) vom 14. bis 28. September 2002 geplant. Dies entspricht zwei Wochen Ferien - die längsten, die je ein Verein aus Hemmental am Stück organisiert hat! Nachfolgend unsere Erlebnisse in tagebuchartiger Auflistung (Fotos findest du hier):
Begonnen haben unsere Ferien am Samstag, 14. September 2002 um 06:00 Uhr in Hemmental. Wir benutzten bei wolkenfreiem Himmel die Autobahn via Zürich - Axenstrasse - Gotthardpass (5° Celsius...) - Chiasso - Milano - Bologna bis nach Ancona, wo wir um 15:30 Uhr mit 800 km auf dem Buckel und ohne Zwischenfälle eintrafen. Nach rund zweistündigem Aufenthalt im Hafen von Ancona konnten wir die fahrbaren Untersätze in die Fähre fahren und unsere Kabinen beziehen. Nach einer erfrischenden Dusche beobachteten wir vom Heck des Schiffes das Treiben am Hafen. Als die Uhr 19:30 anzeigte, wurde es hektisch am Heck der Fähre - genauer am Hafen. Etliche Truckerfahrer wollten mit ihrem Last-Minute-Ticket auch noch an Board. Leider mussten einige zurück bleiben, was beinahe eine Prügelei auslöste... Kurz darauf legte unsere Fähre der Linie Superfast Ferries nach Patras auf der griechischen (Halb-)insel ab.
Sonntag, 15.09.2002: Nach dem Ausschlafen gönnten wir uns ein reichhaltiges Frühstück. Im Anschluss erkundeten wir die riesige Fähre, welche 29 Knoten schnell fahren und nebst 140 Sattelschleppern, 200 Autos, Wohnmobile etc. noch 1595 Personen aufnehmen kann. Gegen 15 Uhr kramten wir unsere Utensilien zusammen, montierten unsere Motorradbekleidung und räumten die Kabinen für das Reinigungspersonal. Rund eine halbe Stunde später liefen wir im Hafen von Patras ein. Somit verbrachten wir rund 21 Stunden auf diesem Schiff. Um 16 Uhr konnten wir die Fähre verlassen und fuhren auf der nassen Hauptstrasse Richtung Athen. Was wir uns nicht hätten träumen lassen: Unterwegs begann es immer mehr zu regnen und wir entschlossen uns, das Regenkombi anzuziehen. Kurz danach hörte es glücklicherweise wieder auf zu schütten, die Strassen trockneten ab und die Sonne begleitete uns bis an unser Tagesziel - den Campingplatz in Epidauros. Nachdem wir unsere Zelte aufgeschlagen hatten, gönnten wir unserem Magen eine erste, richtig griechische Mahlzeit. Bereits an diesem ersten Abend ist uns aufgefallen, dass es in Griechenland sehr viele Katzen hat. Allerdings sind die wenigsten von ihnen so zahm, dass man sie streicheln könnte.
Montag, 16.09.2002: Nach einem gemütlichen Frühstück begaben wir uns wieder ein Stück auf der Strasse zurück, auf der wir gestern angekommen waren und besichtigten den berühmten Kanal von Korinth. Diese 6km lange Wasserstrasse ist 8m tief, an der Wasseroberfläche über 24m breit (Kanalbett = 21m) und an ihrem Rand steigen die Felswände bis zu 76m hoch auf. Der Kanal verbindet seit 1893 den Saronischen mit dem Korinthischen Golf und erspart Schiffen auf dem Weg in die Adria eine Tagesreise um den Peloponnes. Beeindruckt hatte uns noch eine Brücke, welche bei herannahenden Schiffen im Wasser versenkt werden kann. Nachdem wir alles Interessante besichtigt und fotografisch festgehalten hatten, begaben wir uns wieder zurück zum Zeltplatz und genossen das noch warme Meer und die noch heissere Sonne (tagsüber meist über 30° Celsius). Am Abend besichtigten wir das sehenswerte Dorf und fanden auch bald ein einladendes Restaurant.
Dienstag, 17.09.2002: Auf dem Programm stand eine Tagestour in die Berge. Es war Vorsicht geboten, da die Strassen hier auch in trockenem Zustand zum Teil sehr rutschig sein können. Etwas ausserhalb an einer Tankstelle mit zwei Zapfsäulen gönnten wir unseren zweirädrigen Geräten etwas "Lebenssaft". Die Tankstelle wurde von einem älteren Ehepaar bedient, die nebenan noch einen Acker mit Melonen hatten. Prompt wurde uns gratis eine ganze Zuckermelone zum Essen angeboten. Nachdem jeder von uns zwei riesige Schnitze vertilgt hatte, war unser Magen auch schon wieder gefüllt. Wieder unterwegs hätte sich Christophs Topcase der Marke "Krauser" beinahe selbständig gemacht. Mit einem Gummizug haben wir dann eine kleine Sicherung angebracht. Wenig später bemerkten wir glücklicherweise noch, dass sich Christophs zusätzliche Bremsleuchte am Topcase ebenfalls verabschieden wollte. Später an einer kleinen und ziemlich schlecht beschilderten Kreuzung kam zufällig ein österreichischer Endurist vorbei. Er kannte sich bereits ein wenig aus und zeigte uns auf seinen Stollenpneus einige Kilometer weit in ordentlichem Tempo den richtigen Weg. Wieder auf dem Campingplatz angekommen reichte die Zeit noch gut aus, ein bisschen im Meer zu schwimmen oder die Sonne zu geniessen.
Mittwoch, 18.09.2002: Nach dem Frühstück begannen die Einen den Tag mit einem Schwumm im Meer. Anschliessend begaben wir uns nach Epídavros, wo eines der best erhaltenen Amphitheater Griechenlands mit einer ungeheuren Akustik zu bestaunen ist. Gebaut wurde dieses Theater bereits im 3. Jahrhundert vor Christus und bietet mit 55 Sitzreihen für 12'000 Zuschauer Platz. Weiter auf dem kulturellen Programm stand Mykínai - ein Ort, an welchem unzählige Gräber und ein fast 3500 Jahre alter Königspalast ausgegraben wurden. Über Náfplio, wo wir später hinfuhren, ragen zwei Hügel auf, die beide von ausgedehnten Burganlagen gekrönt sind. Wir schlenderten durch die schöne, grossteils autofreie Altstadt und assen später etwas Feines. Viele Gebäude erinnern daran, dass Náfplio von 1823 bis 1834 Griechenlands Hauptstadt war. Im Dunkeln kehrten wir wieder auf den Campingplatz zurück, wo unterdessen auch André S. eingetroffen war. Da er an seiner neuen Aprilia kurz vor Ferienbeginn einen Motorschaden erlitt, stiess er ein paar Tage später zu uns.
Donnerstag, 19.09.2002: Wie geplant packten wir die Zelte und unser Gepäck zusammen, um auf einen anderen Campingplatz zu wechseln. Also nahmen wir die Fahrt nach Gíthion auf und besichtigten unterwegs das Frauen-Kloster Elónis, welches sich einige hundert Meter höher an der Steilwand eines Felsens auf einer kleinen Terrasse spektakulär an und unter den Fels zwängt. In Gíthion angekommen, bezogen wir auf dem dortigen Campingplatz unser neues, temporäres Zuhause. Nachdem alles wieder aufgestellt und erkundet war, machten wir uns zurecht, um im 4km entfernten Städtchen etwas Warmes in den Magen zu bekommen. Auf dem Speisezettel stand frischer, absolut köstlicher Schwertfisch. Leider konnten wir das von den Beilagen nicht behaupten.
Freitag, 20.09.2002: Nach dem gestrigen, eher anstrengenden Tag war wieder mal eine kleine Pause angebracht. So verbrachten wir den Tag mit schwimmen, Wäsche waschen und relaxen bis in den späten Nachmittag. Gegen 16 Uhr nahmen wir die einstündige Fahrt nach Monemvassía auf uns. Das alte Monemvassía liegt auf der Südseite eines 1,7km langen und 300m breiten Felsens unmittelbar vor der Küste des Peloponnes, mit dem die Insel schon seit dem Mittelalter durch eine Brücke verbunden ist. Monemvassía gleicht einer Filmkulisse. Stadtmauern und Festung, Häuser, Gassen und Plätze bewahren noch immer ihr spätmittelalterliches Gepräge; kein Neubau stört das geschlossene Bild des Ortes. Nach einem Rundgang in den verwinkelten und engen Gässchen gönnten wir uns ein feines Abendessen. Frisch gestärkt nahmen wir bei Einbruch der Dunkelheit die Rückfahrt in Angriff, da auf dem Zeltplatz noch einheimische Livemusik spielte. Obwohl es eher nicht unser Musikstil war, war es interessant, da mal reinzuhören.
Samstag, 21.09.2002: Die südlichste Halbinsel des Peloponnes heisst Máni, welche wir auf einer Rundfahrt erkundeten. Unterwegs hat André B. beinahe sein Krauser-Topcase verloren. Ebenfalls auf dieser Halbinsel zu sehen war eine riesige Tropfsteinhöhle, die knapp über dem Meeresspiegel liegt. Die Besichtigung ist nur mittels Booten möglich, was wir uns nicht entgehen lassen wollten. Wieder zurück im Campingplatz reichte die Zeit noch zum Sonnenbaden. Das Nachtessen nahmen wir heute auf dem Campingplatz ein, da im Anschluss eine einheimische Trachtengruppe mehrere Volkstänze vorführte. Christoph und André B. suchten bei Vollmond noch eine mitternächtliche Abkühlung im Meer. André B. und André S. stillten ihren Durst danach bis um 04:00 Uhr an der Bar in Begleitung von zwei Deutschen und zwei Österreichern.
Sonntag, 22.09.2002: Christoph und Eddie unternahmen eine Töfftour in die Berge, während die "Rückwärtigen" im Zeltplatz blieben und den üblichen Aktivitäten wie schwimmen, Wäsche waschen etc. nachgingen. Unterwegs bezwangen wir einen ca. 20km langen Schotterpass. Einige Kilometer später trennten wir uns - Christoph nahm den 50km langen Asphaltweg von Kalamáta Richtung Sparti und Eddie die 40km lange Strecke mit Schotterteil in dieselbe Richtung. In Trypi hatten wir einen Treffpunkt vereinbart. Ich war ca. 5 bis 10 Minuten schneller am vereinbarten Ort, trotzdem warteten wir ungefähr eine Stunde in zwei verschiedenen Kneipen und fanden uns durch Zufall wieder. Nach einer halbstündigen Heimfahrt und einer angenehmen Dusche begaben wir uns wieder nach Gíthion, wo wir dem Pizzawunsch von André B. nachkamen. Wie üblich bestellten wir eine Vorspeise, was sich heute aber als Fehler rausstellen sollte, da im Anschluss keine(r) von uns die mastige Pizza fertig zu essen vermochte.
Montag, 23.09.2002: Nach dem Frühstück war wieder einmal aufräumen und zusammen packen angesagt, da wir uns zu unserem dritten und letzten Standort begeben wollten. Unterwegs haben wir bemerkt, dass der im Gepäck eingeklemmte, leere Rucksack von André B. nicht mehr so sitzt wie zuvor. Beim nächsten Stopp wollten wir es ihm sagen, doch bevor es soweit kam, lag der leere Rucksack auch schon auf der gut befahrenen Strasse. Nach einem nicht ungefährlichen Bergungseinsatz nahmen wir die Verfolgung wieder auf und übergaben das Fundstück beim nächsten Halt seinem rechtmässigen Besitzer. Kurze Zeit später ist uns wieder der Krauser-Koffer von André B. aufgefallen. Wir haben André darauf aufmerksam gemacht, er wollte jedoch nicht reagieren. Später hat er es dann selber bemerkt und seinen Koffer wieder richtig befestigt, bevor sich auch dieser selbständig machte. Auf dem Campingplatz angekommen stellten wir auch schon die Zelte etc. wieder auf und erkundigten den Zeltplatz. Gegen Abend zogen bei bewölkter Witterung auf einmal böenartige Winde auf, sodass unsere Zelte und die Wäsche beinahe davon getragen wurden. Dennoch fuhren wir ins drei Kilometer entfernte Kyparíssia, um in einem Restaurant etwas zu essen. Die Sturmböen waren allerdings so heftig, dass etliche Töpfe mit Pflanzen umkippten oder sogar Kartonschachteln durch die Strassen geweht wurden. In einer Bar genehmigten wir uns einen Drink, als kurz darauf ein Platzregen die Strassen tränkte. Zurück auf dem Campingplatz haben wir feststellen dürfen, dass unsere Zelte dem Sturm standhielten. Unbesorgt besuchten wir noch die Bar des Campingplatzes, spielten UNO und gönnten uns ein Gute-Nacht-Bier.
Dienstag, 24.09.2002: Nach einer stürmischen Nacht hatten wir ausgeschlafen. Dann verbrachten wir den ganzen Tag bei wunderbarem Wetter am Strand. Zum Nachtessen begaben wir uns erneut nach Kyparíssia und beendeten den Abend wiederum mit einer Partie UNO in der Campingplatz-Bar...
Mittwoch, 25.09.2002: Trotz teilweiser starker Bewölkung starteten wir eine Töfftour in die Berge. Nach ungefähr 30 Kilometern wurde die Strasse nass. Weitere 30 Kilometer später begann es leicht zu regnen. Kurz darauf fuhren wir in einen Platzregen. Dummerweise war die Gegend nicht so sehr bewohnt, also hatte es auch keine Häuser und dementsprechend wenig Möglichkeiten, ein schützendes Dach zu finden. Doch Petrus hatte Mitleid mit uns und so entdeckten wir nach der nächsten Kurve einen Unterstand, worunter alle Platz fanden. Während wir dem Regen zusahen und -hörten, entdeckten wir eine Krabbe - und dies auf ca. 1000 Metern über Meer! Als der Regen wieder nachliess, setzten wir unsere Fahrt fort. Nach Kilometern war die Strasse wieder trocken mit einem für Griechenland sehr gutem Grip. Einige Kilometer und einen Kaffeehalt weiter dann das tragische Ereignis: André S. kam aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit zu Fall, wobei er sich den kleinen Finger brach. Wir fuhren also mit ihm ins nächstgelegene Spital, welches eigentlich nur ein Krankenzentrum war. Da der Arzt, welcher den Röntgenapparat bedienen konnte, nur am Morgen arbeitete, konnte uns nicht geholfen werden. Also ging für André S. die Fahrt nach Tripoli weiter, allerdings wollte er in einem Taxi dorthin chauffiert werden. Teri und ich kehrten auf den Zeltplatz zurück, um die Verbindung mittels Handy sicher zu stellen. André B. und Christoph holten das Unfallmoped und brachten es zu einem 50 Kilometer entfernten Polizeiposten. Nach einigen Telefonaten mit den Anderen räumten wir die Utensilien von André S. zusammen und schickten diese mit einem Taxi nach Tripoli. Als die beiden Anderen wieder zurück waren, gingen wir in der Nähe Nachtessen.
Donnerstag, 26.09.2002: Nach dem gestrigen Tag und dem heutigen Wetter hatte niemand so richtig Lust, aufs Moped zu sitzen. Ausserdem war auch mal wieder ein Blick aufs Moped fällig und teilweise ein kleiner Service. Die Einen nutzten den Tag zum Waschen, Lesen, am Strand schlendern etc. Nach dem Nachtessen in Kyparíssia wollten wir einen Schlummertrunk an der Bar zu uns nehmen - wir dachten da an ein Glas Metaxa. Die angefangene Flasche reichte nicht für alle vier Gläser - der Barkeeper öffnete eine neue. André B. hatte so eine komische Idee, dass wir erst schlafen gingen, wenn diese neue Flasche von uns geleert sei - leider war dem auch so...
Freitag, 27.09.2002: Am Frühstückstisch hatten alle Kopfweh - das muss wohl am Föhn gelegen haben... Wir räumten unsere Zelte zusammen und verstauten alles wieder auf unseren zweirädrigen Lasteseln. Als wir losfahren wollten, musste André B. noch rasch aufs WC, allerdings ging es ihm danach nicht besser. Unser erstes Ziel dieses Tages war Olympia, wo wir den Ursprung aller Olympiaden besichtigten (erste Olympiade fand 776 v. Chr. statt) und später in der Stadt Souvenirs einkauften. Den Weg nach Patras wählten wir durch die Berge. In Patras angekommen, suchten wir den Check-In. In einer Bar am Hafen machten wir es uns gemütlich, bis wir um 17:30 auf die Fähre durften. Nach einer wohltuenden Dusche trafen wir uns auf dem Heck des Riesenkahns und konnten dasselbe Chaos wie in Ancona beobachten. Diesmal fanden jedoch alle Sattelschlepper Platz auf der Fähre. Nach dem Nachtessen legten wir uns schon bald schlafen, denn wir hatten mal wieder ein richtiges Bett dazu.
Samstag, 28.09.2002: Bevor um 10 Uhr das Restaurant schloss, mussten wir wohl aufstehen. Wir besichtigten anschliessend ein wenig das Schiff und assen am Nachmittag noch etwas Kleines, damit wir auf dem Festland nicht zu viel Zeit damit verloren. Gegen 15 Uhr legte die Fähre in Ancona an und wir konnten rund eine halbe Stunde später den Kahn verlassen. Zuerst trafen wir ein Chaos in der Stadt an, da sich ein einheimischer Ferrariclub durch Ancona wälzte. Kurze Zeit später waren wir auf der Autobahn, welcher wir rund 800 Kilometer bis nach Hause folgten. Um 23:45 Uhr kamen wir mit insgesamt rund 3650 Kilometern mehr auf dem Tachometer in Hemmental an. Im Gegensatz zum Turnverein, welcher nach dreitägiger Abwesenheit vom ganzen Dorf begrüsst wurde, hat uns kein Mensch empfangen...
Schlusstour
Die erste Tour, die unser neues Mitglied Heinz S. organisieren durfte, war die Schlusstour gegen Ende Oktober. Bei bereits kühlen Temperaturen liess Heinz mit seiner Virago auf dem Seerücken die Funken sprühen.
Thermalbad Zurzach
Zu Wasser gegangen sind wir am ersten Anlass des Winterprogramms im November - wir haben das Thermalbad in Zurzach besucht.
Chlaushock
Am Freitag, dem 13. Dezember fand der Chlaushock statt. Ab dem Parkplatz Mäserich wanderten wir bei vollmondlicher Weitsicht und bei sternenklarem Himmel ins Restaurant Babental. Kurz nach dem Nachtessen erschien auch schon der Samichlaus, um uns die Leviten zu verlesen... Ein paar Minuten nach Mitternacht machten wir uns auch schon wieder auf den einstündigen Weg zum Mäserich...
Mondscheinbummel
Der Mondscheinbummel wurde seinem Namen gerecht. Zusammen mit dem Schnee, der auf dem Randen lag, konnte man beinahe Zeitung lesen. Der Weg führte uns über einige "Chäpfli" auf den Kreuzweg, wo die Familie Stucki bereits ein richtiges Feuer angefacht hatte. Nach einem Aperitif wurden ein paar feine Würste auf dem Grill gebraten. Nachdem sich die kalten Füsse immer mehr bemerkbar machten, begaben sich die Einen von uns mit dem Schlitten und die Anderen zu Fuss nach Hemmental zurück, um sich im Restaurant Frohsinn aufzuwärmen und um unseren frisch gestylten Schaukasten zu bestaunen.
Skitag mit TVH
Am 23. Februar fand der schon fast traditionsgemässe Skitag mit dem Turnverein Hemmental statt. Per Reisecar wurden wir nach Wangs-Pizol chauffiert. Es hatte nicht allzu viele Leute auf der Piste, die Schneeverhältnisse waren sehr gut und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.
Billard
In der zweiten März-Hälfte schlossen wir das Winterprogramm beim Billard spielen in Singen ab. Wir belegten zwei Tische im riesigen Billardcenter Fazz und lieferten uns während rund drei Stunden teils erbitterte Kämpfe...
Somit wäre die Eingangs erwähnte Saison abgeschlossen. Ich hoffe, wir können einer unfallfreien, hoffentlich vom schönen Wetter gezeichneten Saison 2003/2004 entgegen treten, beziehungsweise entgegen fahren...
Euer Fahrwart