Fahrwartbericht der Saison 2001/2002

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Traditionsgemäss wurde die neue Saison 2001/2002 mit der Generalversammlung eröffnet. Mit 17 Mitgliedern wurde der Anlass am 7. April 2001 gut besucht.

Nachmittagstour mit Fototermin

Die erste Tour im neuen Vereinsjahr fand am 1. Mai bei schönem Wetter statt. Bevor wir jedoch Hemmental verliessen, stand noch ein Fotoshooting auf dem Programm. Jeder der 14 Anwesenden wurde mit seinem fahrbaren Untersatz und natürlich auch mit Sozia abgelichtet. Im Anschluss zeigte uns Harry den nördlichen Teil des Kantons Zürich, bis wir dann in Benken im Restaurant Guggere mal einen Halt einlegten. Dort schoss unser Fotograf Christoph mit der Digitalkamera noch einige Fotos, bevor wir uns dann auf den Heimweg begaben.

Supermotard Frauenfeld

Jürg führte uns am 20. Mai bei herrlichem Frühlingswetter ans Supermotard in Frauenfeld. Es wurde wie üblich eine Riesenshow geboten. Als Gewinner in der Klasse Prestige ging der Vorjahres-Schweizermeister Marcel Götz hervor. Er konnte seinen Titel für 2001 übrigens erneut verteidigen...

Pfingsttour Südtirol

Die Pfingsttour 2001 führte uns ins wunderschöne Südtirol. Um die entfernteren Kurven besser geniessen zu können, benutzten wir die Autobahn bis Wil SG. Via das Toggenburg und Landquart setzten wir die Fahrt fort. Vor und durch Klosters herrschte stockender Kolonnenverkehr. Da wir aber mit dem Motorrad unterwegs waren, setzten wir zum Überholen an. Inmitten der Kolonne befand sich auch ein Streifenwagen der Kantonspolizei Graubünden. Da es weder ein Überholverbot noch eine Sicherheitslinie hatte, überholten wir natürlich weiter. Im Dorfkern aber wurden wir - wie auch ungefähr 50 andere Motorradfahrer - bereits von einem weiteren Polizisten abgefangen und angehalten. Nach einer Aufklärung, dass es bereits zwei Tote auf Graubündens Strassen gegeben habe, liess er jedoch alle ungehindert weiterreisen. Als Folge des tödlichen Unfalls fuhren wir bald nach der Passhöhe des Flüelapasses auf den ca. vier Kilometer langen Stau auf, an welchem wir links vorbeizogen. Als wir den Flüela- und Ofenpass hinter uns hatten, genehmigten wir uns kurz nach der Grenze eine feine Pizza. Frisch gestärkt ging die Fahrt via Meran über das Gampenjoch und den Mendelpass nach Bozen weiter, von wo wir Richtung Brixen hielten. Im preisgünstigen und motorradfreundlichen Hotel Wolkenstein im Val Gardena (Grödnertal), wo wir für Halbpension (viergängiges Menü am Abend) 55'000.-- italienische Lire (= ca. SFr. 44.--) pro Person bezahlten, verbrachten wir die beiden Nächte. Bevor wir uns jedoch schlafen legten, wurde an der Bar bis in alle Nacht hinein geschwatzt, diskutiert, geblufft, gestaunt, gelacht, getrunken, gefestet, geflirtet, getanzt und was man sonst noch so an einer Bar anstellt...

Am zweiten Tag starteten wir bei bewölktem Himmel über das Sellajoch nach Predazzo und weiter über den Passo di Rolle und den Passo Cereda nach Ágordo, wo es langsam aber sicher zu regnen begann. Nach dem Passo Duran legten wir in Dont eine kleine Pause ein, da es mittlerweile wie aus Kübeln goss. Als wir die ersten mit Schnee bedeckten Autos aus der Richtung kommen sahen, in welche wir unsere Fahrt fortsetzen wollten, war es uns nicht mehr so geheuer. Nachdem der Regen nachliess, begaben wir uns trotzdem Richtung Passo Staulanza, dessen Passhöhe 1773 Meter über Meer liegt. Auf ca. 1500 Höhenmetern war die Strasse bereits schneebedeckt. Das wäre an und für sich kein Problem gewesen - es standen allerdings noch zwei weitere Pässe bevor; der Passo di Campolongo mit 1875 Metern über Meer und das Grödnerjoch mit 2121 Höhenmetern, welche somit noch ein Stück höher gewesen wären! Also machten wir kehrt und nahmen wohl oder übel den rund 200 km längeren Umweg über Longarone, Cortina d'Ampezzo, Toblach, Bruneck, Brixen und das Grödner Tal unter die Räder. Pünktlich zum Nachtessen kehrten wir wieder zum Hotel zurück, wo wir uns geschwind mit einer warmen Dusche fürs Abendessen frisch machten. Nach einem kurzen Barbesuch suchten wir den Weg ins Zimmer auf, um uns einem erholsamen Schlaf hinzugeben.

Am dritten Tag fanden wir stahlblauen Himmel bei allerdings sehr kühlen Temperaturen vor. Um neun Uhr starteten wir und liessen es uns nicht nehmen, die aussichtsreiche Strasse über Kastelruth zu befahren. In Bozen angelangt, nahmen wir den Weg auf den Ritten unter die Räder. Nahezu auf der Passhöhe des Ritten angekommen, wurde Jürg prompt von einem Carabinieri angehalten. Jürg hatte ein Auto über die ausgezogene Sicherheitslinie überholt. Nach einem kurzen Wortwechsel liess der Carabinieri allerdings von Jürg ab, sodass er seine Fahrt ohne Folgen fortsetzen konnte. Via Sarntal über das Penserjoch fuhren wir nach Sterzing und über den Brennerpass nach Innsbruck. Inmitten von Matrei am Brenner stärkten wir uns mit ein-heimischen Spezialitäten wie Kaiserschmarrn, Schlutzkrapfeln usw. Durch das langweilige Inntal benutzten wir die Autobahn bis kurz vor Landeck, wo wir das wunderschöne Hahntennjoch und den Hochtannbergpass bezwangen. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit wählten wir ab Diepoldsau den schnellstmöglichen Weg über die Autobahn bis nach Hause, wo wir alle um 19 Uhr unbeschadet und wohlbehalten eintrafen.

Schwabentour

Am 8. Juli führte Manfred seine Schwabentour durch. Eddie und Teri legten sich beim Treffpunkt noch kurz zum Schlafen hin... Dann ging es ungefähr 300 Kilometer quer durch Süddeutschland über Donaueschingen bis nach Rottweil.

Abendtour Sattelegg

Am ersten Samstag im August organisierte Peti die Abendtour auf die Sattelegg. Anfangs spielte das Wetter noch einigermassen mit und die Strassen waren soweit auch noch trocken. Im Hinterthurgau allerdings waren die Strassen jedoch bereits nass und als wir nach dem Znacht auf der Sattelegg wieder auf die Mopeds sitzen wollten, montierten wir zuerst das Regenkombi - und das, obwohl es zwei Wochen lang zuvor keinen Tropfen regnete...

500 Jahre Schaffhausen

500 Jahre Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft feierte der Kanton Schaffhausen am 10. und 11. August. Zusammen mit den Gemeinden Merishausen und Bargen belagerte die Gemeinde Hemmental die Schwertstrasse in Schaffhausen. Auf der Bühne wurden diverse Vorführungen dargeboten und nebenan gab es Getränke, Poulet, Scheren- und Böllendünne, Buureschüblig und diverse andere ein-heimische Spezialitäten. Auch der MCH half mit ein paar Mitgliedern aus, damit dieser Anlass zum einmaligen Erlebnis wurde.

Hochzeit (Yves)

Am dritten August-Wochenende hatten wir zusätzlich zum an der Generalversammlung beschlossenen Programm das Spalierstehen bei Yves' Hochzeit eingeschoben. Bei schönstem Sommerwetter und auch dementsprechenden Temperaturen gaben sich Yves F. und Barbara R. das Ja-Wort.

Tagestour Berner Oberland

Bereits am kommenden Morgen um 8 Uhr in der Früh startete Bernhard seine Tagestour über den Kanton Aargau via Entlebuch über den Glaubenbergpass. Plötzlich hatte das Moped von André S. einen kleinen Aussetzer - den aber ein Kollege von Bernhard in kurzer Zeit beheben konnte. Weiter ging die Fahrt über den Glaubenbüelenpass Richtung Berner Oberland, wo wir uns dann in Kemmeriboden stärkten. Nach dem Schallenberg und Thun machten wir einen kleinen Abstecher Richtung Fribourg und mussten angesichts der fortgeschrittenen Zeit die Autobahn ab Bern bis nach Hause nehmen, wo wir um ca. 20 Uhr unbeschadet eintrafen.

Töff-Weekend Vogesen

Das Töffweekend führte uns (Rolf hat sich krankheitshalber leider abgemeldet) unter der Leitung von Christoph an die französisch-deutsche Grenze, wo wir auf einem Campingplatz nächtigten.

Am zweiten Tag wurden wir leider den ganzen Tag vom Regen begleitet. Zudem hatten wir anfangs ein wenig Mühe, uns in den Vogesen zurecht zu finden und mussten ein paar Mal wenden. Für die kommende Nacht gönnten wir uns ein Hotelzimmer, da es ziemlich kühl - und wie erwähnt - auch ziemlich nass war.

Bei winterlichen Temperaturen machten wir uns am Sonntag via den Schwarzwald auf den Heimweg.

Tagestour Aargau/Solothurn

Mit durchschnittlich fast 1000 ccm pro Moped kurvten wir unter der Leitung von Martin durch den Kanton Aargau und Solothurn. Am Morgen mussten wir leider das Regenkombi montieren. Nach dem Mittagessen jedoch waren die Strassen bereits trocken und die Sonne begleitete uns. Da Alex und Martin W. je ein Moped gemietet hatten, packte es die Einen, ein bisschen zu tauschen, bis wir am Schluss beinahe nicht mehr wussten, wer jetzt eigentlich mit welchem Untersatz angereist war...

Schlusstour Appenzellerland

Die Schlusstour wurde durch den Fahrwart durchgeführt. Wir starteten am Samstagnachmittag - kurz, nachdem sich der Nebel verzogen hatte. Die Tour führte uns über den Bachtel und den Rickenpass ins Appenzellerland. Es war Vorsicht geboten, denn in den schattigen Kurven war es zum Teil noch nass. Zudem waren noch einige Spuren vom Alpabtrieb auf den Strassen zu sehen...

Weindegustation (Deuber)

Als Premiere im MCH galt die Weindegustation bei Arnold Deuber, Weinbau in Osterfingen, die André organisierte. Zu acht machten wir es uns im heimeligen Weinkeller gemütlich und goutierten zwölf verschiedene Weine. Zum Glück konnten wir uns den Bauch noch mit einer kalten Platte füllen, sonst...

Chlaushock

Bei kühlen Temperaturen wanderten wir am 8. Dezember auf den Siblinger Randen. Als wir im dortigen Restaurant gegessen hatten, erschien kurz darauf der Samichlaus und sein Schmutzli, um allen, die keinen Spruch gelernt hatten, eine schwarze Nase zu verpassen... Nach Mitternacht nahmen wir dann auch wieder auf den Heimweg unter die Füsse...

Mondscheinbummel

Am letzten Samstag im Januar fand der traditionelle Mondscheinbummel bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen statt. Über das Rändli führte uns Jacqueline nach Schaffhausen ins Restaurant Stadion, wo wir uns reichlich stärken konnten. Gegen Mitternacht brachen wir dann nach Hause auf, wobei sich der grösste Teil der Mitglieder zu Fuss auf den Heimweg begab.

Skitag mit TVH

Wie ein Jahr zuvor hielten wir auch dieses Mal den Skitag zusammen mit dem Turnverein Hemmental ab. Dieses Mal fuhren wir bei Schneegestöber per Car nach Österreich ins Skigebiet Sonnenkopf. Wegen des stark anhaltenden Schneefalls begaben sich die meisten nach Ankunft auf direktem Weg ins Restaurant. Nach dem Mittagessen zeigte sich dann sogar die Sonne und alle stürmten auf die Pisten und genossen die grossen Neuschneemassen, bis uns gegen Abend wieder der Heimweg bevorstand.

Kegeln

Das Kegeln Mitte März 2002 bildete den Abschluss der laufenden Saison. Unterbrochen haben wir unsere "Meisterschaft" nur zwecks Nahrungsaufnahme, bis wir um Mitternacht den Ort des Geschehens räumen mussten.

Somit wäre die Eingangs erwähnte Saison abgeschlossen. Ich hoffe, wir können wieder einer unfallfreien, hoffentlich vom schönen Wetter gezeichneten Saison 2002/2003 entgegen treten, beziehungsweise entgegen fahren...

Euer Fahrwart

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